Daniela Joachim

Gemeinsame Stellungnahme von VCA und BDCan zum Einsatz von Medizinal-Cannabis zur Behandlung der AD(H)S (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung)

Daniela Joachim

Oberhausen/Essen, im Dezember 2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ziel des neuen, im Jahr 2017 in Kraft getretenen Cannabis-Gesetzes war es, Patienten den Zugang zu Cannabis als Medizin zu erleichtern.

Leider zeigt sich regelmäßig, dass dieser Zugang insbesondere für AD(H)S-Patienten vielmehr erschwert ist.

Diese Beobachtungen und Erfahrungswerte nehmen sowohl der Verband der Cannabis versorgenden Apotheken e.V., als auch der Bund Deutscher Cannabis-Patienten e.V. zum Anlass, ihre Sorgen und Bedenken um die Entwicklungen in Bezug auf eine Cannabinoid-Therapie zur Behandlung der AD(H)S zu teilen und dazu Stellung zu nehmen.

Trotz der wenigen Kostenübernahmen, welche seit der Gesetzänderung im März 2017 für die o. g. Indikationen erteilt wurden, profitieren viele AD(H)S-Betroffene von einer Therapie mit Cannabinoiden, was der Einschätzung der aktuellen S3-Leitlinie „ADHS bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen“, Registernummer 028-045, klar widerspricht. Oftmals versuchen betroffene Patienten, die Therapiekosten von ihrer Rente oder dem Arbeitslosengeld II selbst zu finanzieren, was meist dazu führt, dass Patienten chronisch unterversorgt sind, da sie sich als Selbstzahler die Medikamente nur zum Teil leisten können.

Uns sind viele Fälle bekannt, bei denen der Einsatz von Cannabinoiden starke Symptome wie Antriebslosigkeit, Unruhe, Störungen der Impulskontrolle und des sozialen Miteinanders, Schlafstörungen, Depressionen, Konzentrationsstörungen, etc. nachweislich linderten und bei den Betroffenen zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität führten.

Aufgrund der inzwischen gesicherten Erkenntnisse in Bezug auf das körpereigene Endocannabinoid-System und dessen Auswirkungen durch den direkten Einfluss auf das Nervensystem sind diese positiven Effekte wissenschaftlich erklärbar und nachvollziehbar.

Natürlich sehen wir bei allen beobachteten Wirkungen auch die Möglichkeit von sog. unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW = „Nebenwirkungen“), wie sie von jedem Arzneimittel ausgehen können. In Relation der möglichen Risiken und Nebenwirkungen der sogenannten „leitliniengerechten“ Therapien mit Ritalin, Medikinet, Elvanse, Venlafaxin, u.v.m., sehen wir in der Cannabinoid-Therapie ein insgesamt (sehr) günstiges „Nutzen-Risiko-Verhältnis“.

Aktuell haben Betroffene durch die bestehende S3-Leitlinie kaum Chancen auf eine Kostenübernahme und müssen eine solche häufig durch lange Justizprozesse erkämpfen. Dies stellt für die meisten betroffenen Menschen (= Patienten!) aufgrund der spezifischen Symptome einer AD(H)S eine besonders große Hürde dar.

Des Weiteren sind betroffene Patienten zum Teil auch Diskriminierungen durch Ärzte und Krankenkassen ausgesetzt, anstatt dort die benötigte Hilfe, Unterstützung und eine Inbetrachtnahme neuer, therapeutischer Möglichkeiten zu erhalten.

Ein Beispiel für dieses Verhalten ist der häufig herangezogene Verweis auf das Urteil L 16 KR 504/18 B ER des Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, worauf in fast allen Ablehnungsbescheiden der Krankenkassen Bezug genommen wird. Der dort beschriebene EINZEL-Fall ohne gesicherte Diagnose und durchgeführte Therapieversuche sowie der geäußerten „Fixierung auf das Medikament“ ist nicht stellvertretend für alle betroffenen Patienten. Dass ein solcher juristischer Einzelfall dauerhaft als Ablehnungsgrund verwendet wird, ist damit ein Schlag ins Gesicht der betroffenen Menschen mit einer langen Kranken- und Leidensgeschichte und damit „contra legem“ der Intention des Cannabis-Gesetzes.

Auch ziehen behandelnde Ärzte aufgrund der S3-Leitlinie die Möglichkeiten einer Cannabinoid-Therapie derzeit kaum in Betracht und verweigern den Patienten einen gesetzlich legitimierten und auch sinnvollen Therapieversuch, obwohl schon alle gängigen Therapieversuche aufgrund von Unwirksamkeit und/oder Nebenwirkungen abgebrochen wurden.

Durch diese Einstellung und das daraus resultierende Verhalten der Krankenkassen und leider auch einiger Ärzte wird die derzeit laufende Begleitstudie der Bundesregierung zur Cannabinoid-Therapie zu Ungunsten der AD(H)S-Patienten verwässert oder gar verfälscht.

Daher fordern wir:

  • Die letzten zwei Jahre der Begleitstudie zu nutzen, um signifikante Auswertungen und vorurteilsfrei wissenschaftliche Evidenzen bei auch diesen Indikationen zu eruieren und Ergebnisse zu erheben

  • sowie Therapieversuche bei standardtherapeutisch austherapierten Langzeit-patienten zu ermöglichen.

Um dies zu unterstützen haben wir eine verbandsübergreifende Arbeitsgruppe gegründet, die aktuell AD(H)S-Patienten für eine eigene Beobachtungsstudie sammelt, welche die Wirksamkeit der Therapie mit Cannabinoiden bei dieser Indikation evidenzbasiert erheben und dokumentieren soll.

ADHS-Patienten, die Cannabis erfolgreich gegen die Symptome ihrer Erkrankung einsetzen, können sich hier bewerben.

Mit freundlichen Grüßen

Bund Deutscher Cannabis-Patienten e.V. (BDCan)

Niebuhrstraße 33, 45144 Essen

Tel. 0201 6485 0852, Fax 0208 2079 2862

E-Mail: info@bdcan.de, Web: bdcan.de

Vereinsregister: VR 6003, Amtsgericht Essen


Verband der Cannabis versorgenden Apotheken e.V.

– VCA

Flöz-Herrenbank-Straße 27, 46119 Oberhausen

Telefon: 0208 9912 9921

E-Mail: info@vca-deutschland.de, Web: vca-deutschland.de

Vereinsregister: VR 20001, Amtsgericht Köln

Ansprechpartner:

Marc Ziemann

Vorstandsvorsitzender Bund Deutscher Cannabis-Patienten e.V.

Markus Fischer

Vorstandsvorsitzender Verband der Cannabis versorgenden Apotheken e.V.

E-Mail: ADHS@BDCan.de

Stellungnahme des VCA zur angedachten Einstufung von Cannabidiol (CBD) als Betäubungsmittel (BtM)

Oberhausen, 26.08.2020 – Der Verband der Cannabis versorgenden Apotheken e.V. möchte zur derzeitigen Diskussion um das Cannabinoid „CBD“ und insbesondere zur geplanten Klassifizierung als Betäubungsmittel durch die Europäische Kommission¹ wie folgt Stellung nehmen:

Rezeptpflicht ja, BtM-Einstufung nein

CBD ist ein wichtiger Inhaltsstoff der Cannabispflanze, der sowohl die Wirkung des THC beeinflussen, als auch selbst durch seine Fähigkeit, spezielle Rezeptoren des körpereigenen Endocannabinoidsystems zu aktivieren, signifikante Wirkungen auslösen kann. Die Studienlage zu CBD ist noch in den Anfängen und bereits heute zeichnet sich das hohe Potential des Wirkstoffs in der Medizin ab.

Daraus resultiert, dass CBD als Arzneimittelwirkstoff eingestuft und so behandelt werden muss.

Die Gewährung der Fast-Track-Kennzeichnung und Erteilung des Orphan-Drug-Status durch die FDA in den USA sowie die danach folgende Zulassung in Europa für das Fertigarzneimittel „Epidyolex“ im Indikationsbereich der Epilepsie am 23.09.2019 unterstreicht die Einstufung als verschreibungspflichtiges Arzneimittel, welches kein Betäubungsmittel ist.

CBD hat keine berauschende Wirkung und wird aktuell von einer Vielzahl an Herstellern und Händlern als harmloses Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Die zuerst durchweg positive Berichterstattung in diversen Zeitschriften sowie eine verkaufsfördernde Beweihräucherung auf unzähligen Herstellerseiten im Internet weckte bei den Menschen die Neugier auf dieses potentielle „Allheilmittel“.

Bei diesem jungen und explosionsartig wachsendem Markt wurde jedoch zunächst von den Aufsichtsbehörden übersehen, dass vor dem Inverkehrbringen dieser Produkte erst ein Antrag gemäß der Novel-Food-Verordnung gestellt werden muss, der ein langwieriges Prüfverfahren mit sich bringt.

CBD ist aber mehr als nur eine Hoffnung für Patienten und hat mit seiner noch wenig erforschten, aber sehr guten pharmakologischen Wirkung die Chance verdient, als wirksames Arzneimittel wahrgenommen zu werden. Eine nicht standardisierte und im Dickicht der Nahrungsergänzungsmittel auftretende Verbreitung von CBD-Produkten, die ohne auf Hersteller eingehen zu wollen, mitunter eine äußerst schlechte Qualität aufweisen, könnte mit der Zeit ein negatives Feedback und damit auch eine unter Umständen negative Bewertung seitens der Behörden und Krankenkassen zur Folge haben.

Dies bestätigen in letzter Zeit auch Untersuchungen von Verbraucherschutzzentralen. So wurde im kürzlich vorgestellten Jahresbericht der Lebensmittelüberwachung 2019 Baden-Württemberg1 berichtet, dass in mehr als 50 % der Proben erhöhte Werte des berauschenden Wirkstoffs THC gefunden wurden. 22 % der Produkte wurde gar als gesundheitsschädlich eingestuft, weitere 34 % als „für den Verzehr durch den Menschen ungeeignet“.

CBD ist ein wirksames Arzneimittel, was in entsprechender Qualität standardisiert werden und mit begleitenden Studien in die Hände der Medizin und Pharmazie gelegt werden muss.

Allerdings nimmt der VCA klar Stellung, dass CBD nicht als Betäubungsmittel eingestuft werden soll und darf, da es weder einen Ansatz von psychotroper Wirkung, noch eine Gefahr der Abhängigkeit mitbringt – Bedingungen, die eine Substanz aufweisen muss, um als Betäubungsmittel eingestuft zu werden.

Eine Einordnung von CBD als standardisierte verschreibungspflichtige Substanz, ob als Rezeptur oder als Fertigarzneimittel wie Epidyolex, ergänzt durch die Erstattungsfähigkeit im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung reicht in den Augen des VCA vollkommen aus, um CBD die Möglichkeit zu geben, sich da zu entfalten, wo es auch wirklich ankommen muss: Beim erkrankten Menschen, der Hilfe braucht.

1https://start.cannabiswirtschaft.de/wp-content/uploads/2020/08/20200811-EU-KOM-zu-CBD-Best%C3%A4tigung-Sprecher-EU-Kopie.pdf

2https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/projekt-klartext-nem/cbdoel-legal-auf-dem-markt-37660

Ansprechpartner:

Apotheker Markus Fischer, Vorstandsvorsitzender
Verband der Cannabis versorgenden Apotheken e.V. – VCA
Flöz-Herrenbank-Straße 27
46119 Oberhausen
Telefon: 0208 9912 9921
E-Mail: info@vca-deutschland.de

Cansativa erhält den Zuschlag für den Vertrieb von Cannabisblüten aus deutschem Anbau

Mörfelden-Walldorf, 20. August 2020 – Die Cannabisagentur des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) beauftragt Cansativa mit Logistik- und Dienstleistungen für den Großhandel mit dem gesamten deutschen Cannabisanbau. Der Zuschlag für den Vertrieb von Cannabis zu medizinischen Zwecken mit einem Gesamtvolumen von insgesamt 10,4 Tonnen wurde für vier Jahre erteilt.

Die Cansativa GmbH („Cansativa“) gibt heute bekannt, dass sie als einziges Unternehmen den Zuschlag für Logistik- und Dienstleistungen im Großhandel mit Cannabisblüten aus deutschem Anbau vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erhalten hat. Cansativa wird damit im Auftrag der Cannabisagentur den Vertrieb der Cannabisblüten aus deutschem Anbau an Apotheken durchführen und unter anderem für Lagerung, Kommissionierung und Ausgangslogistik verantwortlich zeichnen.

„Wir sind stolz, dass unser Angebot und unsere Expertise im Bereich Medizinalcannabis das BfArM überzeugen konnten und wir den Zuschlag erhalten haben. Es ist ein bedeutender Schritt für alle Patientinnen und Patienten in Deutschland, die damit Zugang zu neuen Produkten haben werden. Wir sind geehrt, mit unseren Leistungen im Auftrag der Cannabisagentur einen Beitrag zu einer nachhaltigen Versorgungssicherheit leisten zu dürfen“, sagt Jakob Sons, Co-Gründer und Co-Geschäftsführer von Cansativa.

Durch den Zuschlag wird Cansativa zukünftig die von Aurora, Aphria und Demecan in Deutschland angebauten Cannabisblüten zentral im Auftrag der Cannabisagentur vertreiben. Die Vertragslaufzeit mit dem BfArM erstreckt sich über vier Jahre bei einem Gesamtvolumen von bis zu 10,4 Tonnen.

Cansativa importiert und vertreibt bereits seit über zwei Jahren Medizinalcannabis an eine Vielzahl deutscher Apotheken. Der deutsche Markt ist der größte und am stärksten wachsende Markt für medizinisches Cannabis in Europa. Mit einem umfassenden Angebot an Produkten von führenden internationalen Herstellern wie Aurora, Bedrocan, Tweed und Tilray hat sich Cansativa als unabhängiger „One-Stop-Shop“ zum spezialisierten Großhändler und zur zentralen Anlaufstelle für Medizinalcannabis im deutschen Markt entwickelt.

„Wir freuen uns, dass wir unsere Erfahrungen aus unserer bisherigen Geschäftstätigkeit nun auch für das BfArM einsetzen können. Mit unserem umfassenden Produktportfolio agieren wir national und international als unabhängiger Großhandelspartner und setzen uns zum Ziel, den Markt weiter zu professionalisieren. Wir streben an, Cansativa als zentrale Plattform für den Bezug und den Vertrieb von Medizinalcannabis weiter zu stärken“, sagt Benedikt Sons, Co-Gründer und Co-Geschäftsführer von Cansativa.

Cansativa gilt als Vorreiter der Branche und arbeitet kontinuierlich daran, die Versorgungssituation von medizinischem Cannabis zu verbessern.

Über Cansativa GmbH

Die Cansativa GmbH ist ein 2017 gegründetes GMP- und GDP-zertifiziertes Unternehmen mit der Erlaubnis zur Herstellung, Einfuhr und Handel von Arzneimitteln sowie der Berechtigung zur Teilnahme am BtM-Verkehr mit Sitz in Mörfelden-Walldorf. Cansativa und seine Tochterunternehmen setzen sich zum Ziel, den Markt für Medizinalcannabis zu professionalisieren, von der aktuellen Stigmatisierung zu befreien und die Preise für Patientinnen und Patienten nachhaltig zu reduzieren. Unser Wachstumsziel ist mit einer langfristigen Vision verbunden – wir wollen branchenweite Benchmarks setzen.


Cansativa verfügt seit Beginn des Geschäftsbetriebs über ein eigenes Distributions- und Fulfillmentcenter und zählt als einer der „First Mover“ zu den größten unabhängigen Herstellern, Importeuren, und Distributoren von Medizinalcannabis in Deutschland. Von Mörfelden-Walldorf aus beliefert das Unternehmen Apotheken und Pharmagroßhändler in ganz Deutschland. Cansativa hat sich als „One-Stop-Shop“ und Spezialsortimenthändler für Medizinalcannabis im deutschen Markt etabliert und stellt dabei die Versorgung von dringend benötigten Medizinalcannabis-Arzneimitteln sicher. Cansativa ist das einzige Unternehmen, das vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) mit Logistik- und Dienstleistungen im Großhandel für den gesamten deutschen Cannabisanbau der nächsten vier Jahre beauftragt wurde. Über die Plattform von Cansativa können von Apotheken eine Vielzahl von Wirkstoffen, Arzneimitteln und Medizinprodukten zahlreicher renommierter Hersteller bezogen werden.

www.cansativa.de

Medienkontakt:
Tim Schäfer, Johanssen + Kretschmer Strategische Kommunikation GmbH

Cansativa@jk-kom.de

+49 (0)30 520 00 57 – 71

VCA-Geschäftsstelle Oberhausen
+49 (0)208 9912 9921
info@vca-deutschland.de


Aurora ist neues Fördermitglied im Verband der Cannabis versorgenden Apotheken

Berlin, 28. Mai 2020 – Aurora Deutschland GmbH, einer der größten zugelassenen Pharmagroßhändler für Medizinal-Cannabis, ist seit Mai Fördermitglied des Verbandes der Cannabis versorgenden Apotheken e.V. (VCA). Aurora unterstützt das Ziel des Verbandes, die Zusammenarbeit zwischen Apothekern, Händlern sowie Entscheidern aus Politik und Verwaltung zu verbessern – und damit PatientInnen nachhaltig zu helfen.

„Durch unser Engagement im VCA Fachverband tragen wir als Hersteller und Vertreiber von Cannabis-Arzneimitteln dazu bei, gemeinsame Positionen im Sinne der Patienten voranzutreiben“ sagt Dr. Axel Gille, Geschäftsführer der Aurora Deutschland GmbH.
„Die Therapie mit Medizinal-Cannabis, als getrocknete Blüte oder als Vollextrakt, kann höchst individuell angepasst werden und bietet vor allem schwer erkranken Menschen eine wichtige zusätzliche Therapieoption. Damit Betroffene in ausreichendem Maße davon profitieren können, muss in Deutschland noch viel passieren – Hürden müssen abgebaut werden. Im Verbund mit den Cannabis versorgenden Apotheken werden wir uns dafür einsetzen.“

„Neben dem Aufbau und der Förderung eines besseren Verständnisses zwischen Apothekern, Ärzten, Krankenkassen und Patienten leisten wir gemeinsam mit den Herstellern unseren Beitrag zur Förderung neuer Erkenntnisse in Wissenschaft und Forschung. Wir freuen uns sehr, Aurora als neues Mitglied unseres Kompetenzzirkels gewonnen zu haben. Im Rahmen eines konstruktiven Austausches bringen wir unsere Expertise und neu gewonnene Erkenntnisse aktiv in den politischen und öffentlichen Diskurs ein. Damit verfolgen wir das Ziel, die Versorgung von PatientInnen mit medizinischem Cannabis in Deutschland effizient und bezahlbar zu gestalten”, fasst der Vorsitzende des VCA Markus Fischer zusammen.

Die Förderung einer nachhaltigen Versorgungsstruktur, die Verbesserung der pharmazeutischen Betreuung mit medizinischem Cannabis sowie die Förderung von Wissenschaft und (klinischer) Forschung in der Cannabis-Therapie sind weitere gemeinsame Ziele.

Über Aurora Deutschland GmbH
Die Aurora Deutschland GmbH mit Hauptsitz in Berlin ist einer der größten zugelassenen Pharmagroßhändler für Medizinal-Cannabis sowie ein zugelassener Betäubungsmittelhändler. Darüber hinaus ist das Unternehmen eine GMP-geprüfte Importgesellschaft für Arzneimittel.
Die vertriebenen Medizinal-Cannabisprodukte sind Arzneimittel gemäß AMG § 2 Absatz 1 und Ausgangsstoffe nach § 11 der ApBetrO. Die Landesgesellschaft ist Teil der Aurora Europe GmbH, die ihrerseits eine Tochtergesellschaft des börsennotierten kanadischen Cannabis-Herstellers Aurora Cannabis Inc. mit Hauptsitz in Edmonton, Alberta, ist.

Aurora ist eines von drei Unternehmen, die in Deutschland für den Anbau von Medizinal-Cannabis zugelassen sind. Die Produktion dafür wird zurzeit im Biochemiepark Leuna errichtet.

Die Aurora Deutschland GmbH wurde im Juli 2015 unter dem Namen Pedanios GmbH gegründet. Mit der erteilten Großhandelserlaubnis konnten noch im Dezember 2015 die ersten Cannabis-Produkte vertrieben werden. Anfang August 2018 firmierte die Pedanios GmbH offiziell zu Aurora Deutschland GmbH um. Neben der Import- und Großhandelserlaubnis verfügt Aurora Deutschland auch über eine Herstellerlaubnis. www.auroramedicine.com/de

Pressekontakt
Yvonne Möller | Director Communications Europe
Aurora Europe GmbH | Wilmersdorfer Straße 98/99 | 10629 Berlin
M +49 (0) 176 18000 560 | T +49 (0)30 9832 1601 – 0
yvonne.moeller@auroramedicine.com | www.auroramedicine.com/de

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Stellungnahme des VCA zur Anlage 10 des Vertrags über die Preisbildung für Leistungen nach §31 Absatz 6 SGB V

Am 01.04.2020 wurden die neuen Vergütungsregeln für Apotheken bei der Versorgung mit medizinischem Cannabis veröffentlicht. Das Ziel der Verhandlungen war es, zukünftig die Kosten der gesetzlichen Krankenkassen bei medizinischem Cannabis um 25 Millionen Euro zu reduzieren.

Grundsätzlich begrüßt der VCA, dass es zu einer Einigung zwischen GKV Spitzenverband und DAV gekommen ist. Die neue Preisgestaltung ist nachvollziehbar, führt zu einem Einsparvolumen und wird dabei helfen, dass noch mehr Patienten mit Cannabis therapiert werden können. Für die Solidargemeinschaft der gesetzlich Versicherten ist das Ziel der Kostenreduktion erreicht worden.

Im Detail gibt es einige Punkte, die besser hätten umgesetzt werden können und die nun im Nachgang einige Probleme aufwerfen.

Die rückwirkende Gültigkeit der neuen Regelung zum 01.03.2020 trifft die Cannabis abgebenden Apotheken zu einem Zeitpunkt, an dem aufgrund der Corona-Pandemie sämtliche Apothekenressourcen auf die Bewältigung der Pandemie sowie die kontinuierliche Versorgung der Patienten unter erschwerten Bedingungen ausgerichtet sind. Auch Cannabis-Patienten müssen trotz Corona-Pandemie ohne Unterbrechung Zugang zu ihrer Therapie haben.

Die finanziellen Einbußen, die durch das neue Abrechnungsmodell entstehen und die alleine durch die Apotheken getragen werden, müssen zusätzlich zu den Corona bedingten Problemen geschultert werden. Die Cannabis abgebenden/versorgenden Apotheken konnten sich in keinster Weise aktiv auf die neue Abrechnungsregelung vorbereiten.

Wir erwarten hier eine Retaxierungswelle, die einen zusätzlichen erheblichen Mehraufwand bei den Apotheken verursachen wird.

Die Cannabis versorgenden Apotheken sollten vorsorglich Rückstellungen bilden und Absprachen mit Ihren Rechenzentren treffen. Aufgrund der neuen, degressiven Vergütung können aber auch für Verordnungen kleinerer Mengen rückwirkend kleine Guthaben resultieren. Wer führt die Retaxationen zugunsten der Apotheken durch?

Wir fordern eine Friedenspflicht für Retaxationen bis zum 01.07.2020. Dies gibt auch den Softwarehäusern die Zeit, die neuen Abrechnungsregelungen in die Software zu implementieren.

In den Allgemeinen Bestimmungen für die Preisbildung (Teil 1 der Anlage 10) ist im Punkt 1.8 der bisherige Apothekenabschlag nach §130 Abs. 1 SGB V weiterhin enthalten. Dies bemängelt der VCA vor allem für die Abgabe von unverarbeiteten Blüten und unverarbeiteten Cannabis Extrakten. Die neue Vergütung richtet sich nach degressiven Fixzuschlägen, der Apothekenabschlag in Höhe von 5 Prozent bleibt hier aber prozentual stehen und bezieht sich auf den Brutto-Abgabepreis. Der Ertrag wird dadurch mit steigenden Grammzahlen faktisch nochmals geringer. Wir fordern daher, den Abschlag abzuschaffen oder abzuändern und bei zukünftigen Verhandlungen die Maßnahmen zur Einsparung aufeinander abzustimmen sowie die Komplexität der Taxation zu reduzieren und nicht weiter zu erhöhen.

Fazit: Das neue Abrechnungsmodell hat eine Einsparung für die GKV zum Ziel. Dieses Ziel wurde erreicht.

Um die Cannabisversorgung auch in Zukunft auf einem qualitativ hohen Niveau betreiben zu können, ist es nun wichtig, einen Prozess der Entbürokratisierung einzuleiten, um unsere Kompetenzen an der Stelle zu bündeln, wo wir gebraucht werden – beim Patienten.

Konkret: Wir benötigen eine bundesweit einheitliche Harmonisierung der Anforderungen an z.B. die Identitätsprüfungen. Jede Aufsichtsbehörde hat ihr eigenes Vorgehen. Dies fördert, je nach Bundesland, eine Inländerdiskriminierung und hemmt jetzt schon deutlich zukünftig mögliche Innovationen bei Extrakten und anderen Arzneiformen.

Die Entlastung der Arbeitsprozesse soll nicht zulasten der Qualität gehen, aber wir möchten eine Einheitlichkeit bei den Anforderungen auf Bundesebene zu erreichen.

Wir stehen an dieser Stelle gerne für Gespräche und Diskussionen zur Verfügung.

Ansprechpartnerin:
Apothekerin Astrid Staffeldt, Mitglied des Vorstandes des VCA
Verband der Cannabis versorgenden Apotheken e.V. – VCA
Albrechtstrasse 13
10117 Berlin
Telefon: 030-84712268-90
E-Mail: berlin@vca-deutschland.de

Weitere Unterstützung für den VCA

Der VCA erhält weitere Unterstützung in Form von vier neuen Fördermitgliedern: Tilray Deutschland GmbH mit Hauptsitz in Berlin gehört zu den führenden Unternehmen im Bereich der Herstellung und Erforschung von medizinischem Cannabis. Als GMP-zertifizierter Hersteller von medizinischem Cannabis beliefert das Unternehmen Tausende von Patienten, Ärzten, Apotheken, Krankenhäusern, Behörden und Forschern in Kanada, der Europäischen Union, Australien und Lateinamerika.

Die CanPharma GmbH beliefert Apotheken mit hochwertigen medizinischen Cannabis-Produkten und konzentriert sich auf die vollständige Erforschung der Pflanze und ihrer Vorteile. Außerdem hat das Unternehmen in Portugal eine Anbaulizenz beantragt. Darüber hinaus ist es ein erklärtes Ziel, Patienten, Ärzte und Apotheken über den professionellen Umgang mit medizinischem Cannabis aufzuklären.

Beacon Medical Germany GmbH ist ein junges pharmazeutisches Unternehmen mit Sitz in Schönefeld bei Berlin und die deutsche Tochtergesellschaft der kanadischen VIVO Cannabis Inc. Die börsennotierte VIVO Cannabis Inc. ist ein Unternehmen mit Tochtergesellschaften, die im Anbau, der Produktion und der Vermarktung von Cannabis tätig sind.

Die LC MED AG hat es sich zum Ziel gesetzt den Weg für eine bezahlbare Cannabistherapie schwer erkrankter Menschen aktiv mitzugestalten und bietet Medikamente auf Basis von Cannabis und Cannabis-Extrakten an. Das Unternehmen strebt an, bestehende Versorgungs- und Wissenslücke von Cannabinoiden als Arzneimittel zum Wohle betroffener Patienten zu schließen.

Gemeinsame Stellungnahme

Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin e.V. (ACM), des Verbands der Cannabis versorgenden Apotheken e.V. (VCA) und des Selbsthilfenetzwerks Cannabis Medizin (SCM) – herzlichen Dank auch an den VCA-Patientenbeirat, vertreten durch den BDCan (Bund Deutscher Cannabis-Patienten e.V.)

Beschämend: Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker diskreditiert sich selbst mit Stellungnahme zur medizinischen Verwendung von Cannabis

Berlin/Steinheim, 21. Januar 2020

Am 14. Januar 2020 veröffentlichte das Online-Portal der Deutschen Apotheker Zeitung eine Stellungnahme der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) zur Abgabe Cannabis-basierter Medikamente. Unter dem Titel „Potentieller Missbrauch – AMK: Apotheken haben bei Cannabis eine besondere Verantwortung“ beschreibt die AMK Anhaltspunkte für einen möglichen Cannabismissbrauch von Patienten. Statt allerdings sachlich zum Thema zu informieren, diffamiert die AMK nicht nur Cannabis verschreibende Ärztinnen, sondern auch Patientinnen, die mit Cannabis behandelt werden. Mehr noch: die AMK offenbart mit der Stellungnahme darüber hinaus ein eklatantes Wissensdefizit und schürt alte Vorbehalte gegenüber der noch jungen Therapieoption.

Zu den von der AMK gegebenen „Tipps“, wie eine „missbräuchliche Anwendung“ durch Apotheker erkannt werden könne, möchten wir wie folgt Stellung nehmen:

1)
Unseres Wissens nach gibt es keine Erkenntnisse darüber, dass die „missbräuchliche Anwendung“ von Cannabis als Medizin überhaupt ein relevantes Problem darstellt – ganz im Gegensatz zu anderen Arzneimitteln wie Benzodiazepinen und Opioiden. Allein bei Benzodiazepinen gehen alle Schätzungen über eine Zahl von mehr als 1 Million Betroffene nur in Deutschland aus.

2)
Die Behauptung, dass „Versuche von Patienten, die Rezepturzubereitung zu beeinflussen, zum Beispiel dass die Droge unverarbeitet abgegeben werden soll“ ein Hinweis auf eine „missbräuchliche Anwendung“ sei, ist in doppelter Hinweis unzutreffend: erstens darf Cannabis nur dann überhaupt vom Apotheker „unverarbeitet“ abgegeben werden, wenn dies vom Arzt oder der Ärztin ausdrücklich auf dem Rezept vermerkt wurde und zweitens ist die „unverarbeitete“ Gabe empfehlenswert, um z. B. einer vorzeitigen Oxidation vorzubeugen. Auch in puncto Dosierungsgenauigkeit beraten Cannabis-versorgende Apotheken ihre
Patienten sehr genau und leisten pharmazeutische Hilfestellung z.B. im Umgang mit Vaporisatoren u.ä.

3)
Wieso bezeichnet die AMK die nach NRF zulässige Verordnung von unzerkleinerten Cannabisblüten als „zweifelhafte Gebrauchsanweisung“, die „nicht den pharmazeutischen Regeln“ entspreche, wenn von der Mehrzahl der Experten eine solche Verordnung nicht nur aus pharmakologischen (geringere Oxidation), sondern auch aus praktischen Gründen (Vermeiden der Inhalation von kleinsten Blütenpartikeln) empfohlen wird? Dieser Tipp ist auch deshalb von erheblicher Tragweite, da nach Zahlen der gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 2019 die Anzahl der Verschreibungen unverarbeiteter Cannabisblüten die Anzahl von
Verschreibungen verarbeiteter Cannabisblüten deutlich überstiegen hat.

4)
Warum sieht die AMK einen Anhalt für eine „missbräuchliche Anwendung“, wenn Patient*innen sich über eine „Minderbefüllung oder Wirkungslosigkeit, inklusive mangelnder Qualität“ beklagen, obwohl solche Vorkommnisse durchaus bekannt geworden sind?

5)
Schließlich behauptet die AMK, dass ein „striktes Beharren auf einer THC-reichen oder bestimmten Cannabis-„Sorte““ ebenfalls ein Hinweis auf eine „missbräuchliche Anwendung“ sei, obwohl es gut begründete Hinweise gibt, dass bei bestimmten Erkrankungen gerade THC-reiche Cannabis-basierte Medikamente besonders gut wirksam sind. Zudem ist der Wunsch nach einer „bestimmten Cannabis-Sorte“ aufgrund der patienten-individuellen Wirksamkeit und Verträglichkeit legitim.

Unstrittig kommt Ärzt*innen und Apotheker*innen bei der Verschreibung und Abgabe von Betäubungsmitteln eine besondere Sorgfaltspflicht zu – inklusive der Beachtung der Möglichkeit einer „missbräuchlichen Anwendung“ bzw. des Risikos einer Abhängigkeit. Dies betrifft allerdings nicht nur Cannabis-basierte Medikamente, sondern – und in viel stärkerem Maße – auch zahlreiche andere Arzneimittel.

ACM, VCA und SCM nehmen die Stellungnahme der AMK nicht nur mit großem Unverständnis zur Kenntnis, sondern auch mit großer Sorge, da der Anschein erweckt wird, Patient*innen, die mit Cannabis behandelt werden, stellten per se eine „Problemgruppe“ dar und viele Ärzt*innen, die Cannabis verordnen, führten eine „zweifelhafte“ und an Sorgfalt mangelnde Behandlung durch, die seitens der Apotheker*innen keinerlei Kontrolle erfahre.

Wir möchten die AMK auffordern, sich beim Bundesgesundheitsministerium oder der Bundesopiumstelle über die Inhalte und Ziele des „Cannabis als Medizin Gesetzes“ zu informieren.

Gerne stehen aber auch ACM, VCA und SCM für einen Austausch zur Verfügung – nicht zuletzt da sich der Eindruck aufdrängt, dass die AMK zu einem Thema Stellung bezogen hat, ohne zuvor bei den Ärzt*innen und Apotheker*innen Auskünfte einzuholen, die täglich mit dem Thema „Cannabis als Medizin“ praktisch und patientennah befasst sind.

Quelle: „Potentieller Missbrauch – AMK: Apotheken haben bei Cannabis eine besondere Verantwortung“. Online-Portal der Deutschen Apotheker Zeitung, 14. Januar 2020. Verfügbar unter: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2020/01/14/amk-apotheken-haben-bei-
cannabis-eine-besondere-verantwortung (seit: 14.01.2020, 16:30 UHR )

Ansprechpartner*innen:

Professorin Dr. Kirsten Müller-Vahl, Vorstandsvorsitzende der ACM
Dr. med. Franjo Grotenhermen, Geschäftsführer der ACM
ACM-Geschäftsstelle
Bahnhofsallee 9 , 32839 Steinheim
Telefon: 05233-9510294, E-Mail: Info@Cannabis-med.org

Apothekerin Astrid Staffeldt, Mitglied des Vorstandes des VCA
VCA-Geschäftsstelle
Albrechtstrasse 13, 10117 Berlin
Telefon: 030-84712268-90, E-Mail berlin@vca-deutschland.de

Gabriele Gebhardt
Selbsthilfenetzwerk Cannabis Medizin
c/o ACM-Geschäftsstelle
Bahnhofsallee 9, 32839 Steinheim
Telefon: 05233-9510294, E-Mail: info@Cannabis-med.org

Verantwortlich i.S.d.P: Professorin Dr. Kirsten Müller-Vahl, Geschäftsstelle der ACM, Bahnhofsallee 9, 32839 Steinheim

Apotheker-CME: Cannabis Versorgung von Patienten in der Apotheke

Welche notwendigen Voraussetzungen braucht es für eine erfolgreiche Cannabis-Versorgung in Ihrer Apotheke? Wie machen Sie sich und Ihre Mitarbeiter für die Beratung fit? Zum Start in die pharmazeutische Cannabis-Versorgung bedarf es bestimmter räumlicher und personeller Voraussetzungen. Mit dem richtigen Praxis-Wissen ist das Handling der Cannabis-Arzneimittel schnell und sicher umsetzbar.

Unter dem Titel “Cannabis Versorgung von Patienten in der Apotheke” wird VCA-Vorstandsmitglied Johannes Ertelt diese und weitere Fragen für Sie in einem Live-Webinar beantworten. Das Webinar findet am 20. Februar 2020 von 19.00 bis 20.00 Uhr statt.

Hier können Sie sich kostenlos anmelden.

VCA und BDCan kooperieren

Der Verband der Cannabis versorgenden Apotheken (VCA) und der Bund Deutscher Cannabis-Patienten (BDCan) e.V. haben beschlossen, enger zusammenzuarbeiten. So übernimmt der BDCan e.V. ab sofort die Funktion eines Patientenbeirates innerhalb der VCA-Strukturen.

Der Bund Deutscher Cannabis-Patienten e.V. wurde als Interessenvertretung für Menschen, die Nutzen aus einer Therapie mit Cannabis-Arzneimitteln ziehen können, gegründet. Er unterstützt Patienten mit schwerwiegenden Diagnosen auf ihrem Weg zur Cannabis-Therapie.

Leider ist die allgemeine Informationslage bei Patienten, Ärzten und Krankenkassen noch dürftig. Zudem macht das negative Image des Freizeitkonsums von Cannabis vielen am Gesundheitssystem Beteiligten ein Umdenken von der Droge zum Medikament sehr schwer. Die Mitglieder des BDCan arbeiten ehrenamtlich daran, die derzeitige Situation aktiv im Sinne der Patienten zu verbessern und freuen sich sehr über die Unterstützung des Verbandes der Cannabis versorgenden Apotheken.

VCA hat fünf neue Fördermitglieder

Der VCA begrüßt weitere fünf Fördermitglieder: Die Firma Cansativa GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main und Mörfelden-Walldorf ist ein 2017 gegründetes GMP- und GDP-zertifiziertes Unternehmen mit der Erlaubnis zur Herstellung, Einfuhr und Handel von Arzneimitteln sowie der Berechtigung zur Teilnahme am BtM-Verkehr. Das Unternehmen und seine Tochterunternehmen setzen sich zum Ziel, den Markt für Medizinalcannabis weiter zu professionalisieren.

Das Unternehmen Drapalin Pharmaceuticals GmbH aus München legt Wert auf offenen Austausch zwischen Ärzten und Apothekern im Hinblick auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten. Mit Unterstützung eines medizinischen Expertennetzwerks werden die Produkte weiterentwickelt, um die Lebensqualität der Patientinnen- und Patienten zu steigern.

Die Four 20 Pharma GmbH ist ein Importeur und Großhändler für medizinisches Cannabis und medizinische Geräte mit Sitz in Paderborn.

Das in Köln ansässige Start-up-Unternehmen GECA Pharma GmbH hat sich auf die Einfuhr von niederländischen Cannabisblüten der Sorten Bedrocan und Bedrobinol, sowie die granulierten Cannabisprodukte Bedica und Bediol spezialisiert.

Die Sanity Group zu der auch Sanatio Pharma gehört hat ihren Sitz in Berlin und importiert und vertreibt Medizinalcannabis.

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