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Aurora ist neues Fördermitglied im Verband der Cannabis versorgenden Apotheken

Berlin, 28. Mai 2020 – Aurora Deutschland GmbH, einer der größten zugelassenen Pharmagroßhändler für Medizinal-Cannabis, ist seit Mai Fördermitglied des Verbandes der Cannabis versorgenden Apotheken e.V. (VCA). Aurora unterstützt das Ziel des Verbandes, die Zusammenarbeit zwischen Apothekern, Händlern sowie Entscheidern aus Politik und Verwaltung zu verbessern – und damit PatientInnen nachhaltig zu helfen.

„Durch unser Engagement im VCA Fachverband tragen wir als Hersteller und Vertreiber von Cannabis-Arzneimitteln dazu bei, gemeinsame Positionen im Sinne der Patienten voranzutreiben“ sagt Dr. Axel Gille, Geschäftsführer der Aurora Deutschland GmbH.
„Die Therapie mit Medizinal-Cannabis, als getrocknete Blüte oder als Vollextrakt, kann höchst individuell angepasst werden und bietet vor allem schwer erkranken Menschen eine wichtige zusätzliche Therapieoption. Damit Betroffene in ausreichendem Maße davon profitieren können, muss in Deutschland noch viel passieren – Hürden müssen abgebaut werden. Im Verbund mit den Cannabis versorgenden Apotheken werden wir uns dafür einsetzen.“

„Neben dem Aufbau und der Förderung eines besseren Verständnisses zwischen Apothekern, Ärzten, Krankenkassen und Patienten leisten wir gemeinsam mit den Herstellern unseren Beitrag zur Förderung neuer Erkenntnisse in Wissenschaft und Forschung. Wir freuen uns sehr, Aurora als neues Mitglied unseres Kompetenzzirkels gewonnen zu haben. Im Rahmen eines konstruktiven Austausches bringen wir unsere Expertise und neu gewonnene Erkenntnisse aktiv in den politischen und öffentlichen Diskurs ein. Damit verfolgen wir das Ziel, die Versorgung von PatientInnen mit medizinischem Cannabis in Deutschland effizient und bezahlbar zu gestalten”, fasst der Vorsitzende des VCA Markus Fischer zusammen.

Die Förderung einer nachhaltigen Versorgungsstruktur, die Verbesserung der pharmazeutischen Betreuung mit medizinischem Cannabis sowie die Förderung von Wissenschaft und (klinischer) Forschung in der Cannabis-Therapie sind weitere gemeinsame Ziele.

Über Aurora Deutschland GmbH
Die Aurora Deutschland GmbH mit Hauptsitz in Berlin ist einer der größten zugelassenen Pharmagroßhändler für Medizinal-Cannabis sowie ein zugelassener Betäubungsmittelhändler. Darüber hinaus ist das Unternehmen eine GMP-geprüfte Importgesellschaft für Arzneimittel.
Die vertriebenen Medizinal-Cannabisprodukte sind Arzneimittel gemäß AMG § 2 Absatz 1 und Ausgangsstoffe nach § 11 der ApBetrO. Die Landesgesellschaft ist Teil der Aurora Europe GmbH, die ihrerseits eine Tochtergesellschaft des börsennotierten kanadischen Cannabis-Herstellers Aurora Cannabis Inc. mit Hauptsitz in Edmonton, Alberta, ist.

Aurora ist eines von drei Unternehmen, die in Deutschland für den Anbau von Medizinal-Cannabis zugelassen sind. Die Produktion dafür wird zurzeit im Biochemiepark Leuna errichtet.

Die Aurora Deutschland GmbH wurde im Juli 2015 unter dem Namen Pedanios GmbH gegründet. Mit der erteilten Großhandelserlaubnis konnten noch im Dezember 2015 die ersten Cannabis-Produkte vertrieben werden. Anfang August 2018 firmierte die Pedanios GmbH offiziell zu Aurora Deutschland GmbH um. Neben der Import- und Großhandelserlaubnis verfügt Aurora Deutschland auch über eine Herstellerlaubnis. www.auroramedicine.com/de

Pressekontakt
Yvonne Möller | Director Communications Europe
Aurora Europe GmbH | Wilmersdorfer Straße 98/99 | 10629 Berlin
M +49 (0) 176 18000 560 | T +49 (0)30 9832 1601 – 0
yvonne.moeller@auroramedicine.com | www.auroramedicine.com/de

VCA-Geschäftsstelle Berlin
+49 (0) 30-84712268-90
presse@vca-deutschland.de


Stellungnahme des VCA zur Anlage 10 des Vertrags über die Preisbildung für Leistungen nach §31 Absatz 6 SGB V

Am 01.04.2020 wurden die neuen Vergütungsregeln für Apotheken bei der Versorgung mit medizinischem Cannabis veröffentlicht. Das Ziel der Verhandlungen war es, zukünftig die Kosten der gesetzlichen Krankenkassen bei medizinischem Cannabis um 25 Millionen Euro zu reduzieren.

Grundsätzlich begrüßt der VCA, dass es zu einer Einigung zwischen GKV Spitzenverband und DAV gekommen ist. Die neue Preisgestaltung ist nachvollziehbar, führt zu einem Einsparvolumen und wird dabei helfen, dass noch mehr Patienten mit Cannabis therapiert werden können. Für die Solidargemeinschaft der gesetzlich Versicherten ist das Ziel der Kostenreduktion erreicht worden.

Im Detail gibt es einige Punkte, die besser hätten umgesetzt werden können und die nun im Nachgang einige Probleme aufwerfen.

Die rückwirkende Gültigkeit der neuen Regelung zum 01.03.2020 trifft die Cannabis abgebenden Apotheken zu einem Zeitpunkt, an dem aufgrund der Corona-Pandemie sämtliche Apothekenressourcen auf die Bewältigung der Pandemie sowie die kontinuierliche Versorgung der Patienten unter erschwerten Bedingungen ausgerichtet sind. Auch Cannabis-Patienten müssen trotz Corona-Pandemie ohne Unterbrechung Zugang zu ihrer Therapie haben.

Die finanziellen Einbußen, die durch das neue Abrechnungsmodell entstehen und die alleine durch die Apotheken getragen werden, müssen zusätzlich zu den Corona bedingten Problemen geschultert werden. Die Cannabis abgebenden/versorgenden Apotheken konnten sich in keinster Weise aktiv auf die neue Abrechnungsregelung vorbereiten.

Wir erwarten hier eine Retaxierungswelle, die einen zusätzlichen erheblichen Mehraufwand bei den Apotheken verursachen wird.

Die Cannabis versorgenden Apotheken sollten vorsorglich Rückstellungen bilden und Absprachen mit Ihren Rechenzentren treffen. Aufgrund der neuen, degressiven Vergütung können aber auch für Verordnungen kleinerer Mengen rückwirkend kleine Guthaben resultieren. Wer führt die Retaxationen zugunsten der Apotheken durch?

Wir fordern eine Friedenspflicht für Retaxationen bis zum 01.07.2020. Dies gibt auch den Softwarehäusern die Zeit, die neuen Abrechnungsregelungen in die Software zu implementieren.

In den Allgemeinen Bestimmungen für die Preisbildung (Teil 1 der Anlage 10) ist im Punkt 1.8 der bisherige Apothekenabschlag nach §130 Abs. 1 SGB V weiterhin enthalten. Dies bemängelt der VCA vor allem für die Abgabe von unverarbeiteten Blüten und unverarbeiteten Cannabis Extrakten. Die neue Vergütung richtet sich nach degressiven Fixzuschlägen, der Apothekenabschlag in Höhe von 5 Prozent bleibt hier aber prozentual stehen und bezieht sich auf den Brutto-Abgabepreis. Der Ertrag wird dadurch mit steigenden Grammzahlen faktisch nochmals geringer. Wir fordern daher, den Abschlag abzuschaffen oder abzuändern und bei zukünftigen Verhandlungen die Maßnahmen zur Einsparung aufeinander abzustimmen sowie die Komplexität der Taxation zu reduzieren und nicht weiter zu erhöhen.

Fazit: Das neue Abrechnungsmodell hat eine Einsparung für die GKV zum Ziel. Dieses Ziel wurde erreicht.

Um die Cannabisversorgung auch in Zukunft auf einem qualitativ hohen Niveau betreiben zu können, ist es nun wichtig, einen Prozess der Entbürokratisierung einzuleiten, um unsere Kompetenzen an der Stelle zu bündeln, wo wir gebraucht werden – beim Patienten.

Konkret: Wir benötigen eine bundesweit einheitliche Harmonisierung der Anforderungen an z.B. die Identitätsprüfungen. Jede Aufsichtsbehörde hat ihr eigenes Vorgehen. Dies fördert, je nach Bundesland, eine Inländerdiskriminierung und hemmt jetzt schon deutlich zukünftig mögliche Innovationen bei Extrakten und anderen Arzneiformen.

Die Entlastung der Arbeitsprozesse soll nicht zulasten der Qualität gehen, aber wir möchten eine Einheitlichkeit bei den Anforderungen auf Bundesebene zu erreichen.

Wir stehen an dieser Stelle gerne für Gespräche und Diskussionen zur Verfügung.

Ansprechpartnerin:
Apothekerin Astrid Staffeldt, Mitglied des Vorstandes des VCA
Verband der Cannabis versorgenden Apotheken e.V. – VCA
Albrechtstrasse 13
10117 Berlin
Telefon: 030-84712268-90
E-Mail: berlin@vca-deutschland.de

Weitere Unterstützung für den VCA

Der VCA erhält weitere Unterstützung in Form von vier neuen Fördermitgliedern: Tilray Deutschland GmbH mit Hauptsitz in Berlin gehört zu den führenden Unternehmen im Bereich der Herstellung und Erforschung von medizinischem Cannabis. Als GMP-zertifizierter Hersteller von medizinischem Cannabis beliefert das Unternehmen Tausende von Patienten, Ärzten, Apotheken, Krankenhäusern, Behörden und Forschern in Kanada, der Europäischen Union, Australien und Lateinamerika.

Die CanPharma GmbH beliefert Apotheken mit hochwertigen medizinischen Cannabis-Produkten und konzentriert sich auf die vollständige Erforschung der Pflanze und ihrer Vorteile. Außerdem hat das Unternehmen in Portugal eine Anbaulizenz beantragt. Darüber hinaus ist es ein erklärtes Ziel, Patienten, Ärzte und Apotheken über den professionellen Umgang mit medizinischem Cannabis aufzuklären.

Beacon Medical Germany GmbH ist ein junges pharmazeutisches Unternehmen mit Sitz in Schönefeld bei Berlin und die deutsche Tochtergesellschaft der kanadischen VIVO Cannabis Inc. Die börsennotierte VIVO Cannabis Inc. ist ein Unternehmen mit Tochtergesellschaften, die im Anbau, der Produktion und der Vermarktung von Cannabis tätig sind.

Die LC MED AG hat es sich zum Ziel gesetzt den Weg für eine bezahlbare Cannabistherapie schwer erkrankter Menschen aktiv mitzugestalten und bietet Medikamente auf Basis von Cannabis und Cannabis-Extrakten an. Das Unternehmen strebt an, bestehende Versorgungs- und Wissenslücke von Cannabinoiden als Arzneimittel zum Wohle betroffener Patienten zu schließen.

Gemeinsame Stellungnahme

Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin e.V. (ACM), des Verbands der Cannabis versorgenden Apotheken e.V. (VCA) und des Selbsthilfenetzwerks Cannabis Medizin (SCM) – herzlichen Dank auch an den VCA-Patientenbeirat, vertreten durch den BDCan (Bund Deutscher Cannabis-Patienten e.V.)

Beschämend: Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker diskreditiert sich selbst mit Stellungnahme zur medizinischen Verwendung von Cannabis

Berlin/Steinheim, 21. Januar 2020

Am 14. Januar 2020 veröffentlichte das Online-Portal der Deutschen Apotheker Zeitung eine Stellungnahme der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) zur Abgabe Cannabis-basierter Medikamente. Unter dem Titel „Potentieller Missbrauch – AMK: Apotheken haben bei Cannabis eine besondere Verantwortung“ beschreibt die AMK Anhaltspunkte für einen möglichen Cannabismissbrauch von Patienten. Statt allerdings sachlich zum Thema zu informieren, diffamiert die AMK nicht nur Cannabis verschreibende Ärztinnen, sondern auch Patientinnen, die mit Cannabis behandelt werden. Mehr noch: die AMK offenbart mit der Stellungnahme darüber hinaus ein eklatantes Wissensdefizit und schürt alte Vorbehalte gegenüber der noch jungen Therapieoption.

Zu den von der AMK gegebenen „Tipps“, wie eine „missbräuchliche Anwendung“ durch Apotheker erkannt werden könne, möchten wir wie folgt Stellung nehmen:

1)
Unseres Wissens nach gibt es keine Erkenntnisse darüber, dass die „missbräuchliche Anwendung“ von Cannabis als Medizin überhaupt ein relevantes Problem darstellt – ganz im Gegensatz zu anderen Arzneimitteln wie Benzodiazepinen und Opioiden. Allein bei Benzodiazepinen gehen alle Schätzungen über eine Zahl von mehr als 1 Million Betroffene nur in Deutschland aus.

2)
Die Behauptung, dass „Versuche von Patienten, die Rezepturzubereitung zu beeinflussen, zum Beispiel dass die Droge unverarbeitet abgegeben werden soll“ ein Hinweis auf eine „missbräuchliche Anwendung“ sei, ist in doppelter Hinweis unzutreffend: erstens darf Cannabis nur dann überhaupt vom Apotheker „unverarbeitet“ abgegeben werden, wenn dies vom Arzt oder der Ärztin ausdrücklich auf dem Rezept vermerkt wurde und zweitens ist die „unverarbeitete“ Gabe empfehlenswert, um z. B. einer vorzeitigen Oxidation vorzubeugen. Auch in puncto Dosierungsgenauigkeit beraten Cannabis-versorgende Apotheken ihre
Patienten sehr genau und leisten pharmazeutische Hilfestellung z.B. im Umgang mit Vaporisatoren u.ä.

3)
Wieso bezeichnet die AMK die nach NRF zulässige Verordnung von unzerkleinerten Cannabisblüten als „zweifelhafte Gebrauchsanweisung“, die „nicht den pharmazeutischen Regeln“ entspreche, wenn von der Mehrzahl der Experten eine solche Verordnung nicht nur aus pharmakologischen (geringere Oxidation), sondern auch aus praktischen Gründen (Vermeiden der Inhalation von kleinsten Blütenpartikeln) empfohlen wird? Dieser Tipp ist auch deshalb von erheblicher Tragweite, da nach Zahlen der gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 2019 die Anzahl der Verschreibungen unverarbeiteter Cannabisblüten die Anzahl von
Verschreibungen verarbeiteter Cannabisblüten deutlich überstiegen hat.

4)
Warum sieht die AMK einen Anhalt für eine „missbräuchliche Anwendung“, wenn Patient*innen sich über eine „Minderbefüllung oder Wirkungslosigkeit, inklusive mangelnder Qualität“ beklagen, obwohl solche Vorkommnisse durchaus bekannt geworden sind?

5)
Schließlich behauptet die AMK, dass ein „striktes Beharren auf einer THC-reichen oder bestimmten Cannabis-„Sorte““ ebenfalls ein Hinweis auf eine „missbräuchliche Anwendung“ sei, obwohl es gut begründete Hinweise gibt, dass bei bestimmten Erkrankungen gerade THC-reiche Cannabis-basierte Medikamente besonders gut wirksam sind. Zudem ist der Wunsch nach einer „bestimmten Cannabis-Sorte“ aufgrund der patienten-individuellen Wirksamkeit und Verträglichkeit legitim.

Unstrittig kommt Ärzt*innen und Apotheker*innen bei der Verschreibung und Abgabe von Betäubungsmitteln eine besondere Sorgfaltspflicht zu – inklusive der Beachtung der Möglichkeit einer „missbräuchlichen Anwendung“ bzw. des Risikos einer Abhängigkeit. Dies betrifft allerdings nicht nur Cannabis-basierte Medikamente, sondern – und in viel stärkerem Maße – auch zahlreiche andere Arzneimittel.

ACM, VCA und SCM nehmen die Stellungnahme der AMK nicht nur mit großem Unverständnis zur Kenntnis, sondern auch mit großer Sorge, da der Anschein erweckt wird, Patient*innen, die mit Cannabis behandelt werden, stellten per se eine „Problemgruppe“ dar und viele Ärzt*innen, die Cannabis verordnen, führten eine „zweifelhafte“ und an Sorgfalt mangelnde Behandlung durch, die seitens der Apotheker*innen keinerlei Kontrolle erfahre.

Wir möchten die AMK auffordern, sich beim Bundesgesundheitsministerium oder der Bundesopiumstelle über die Inhalte und Ziele des „Cannabis als Medizin Gesetzes“ zu informieren.

Gerne stehen aber auch ACM, VCA und SCM für einen Austausch zur Verfügung – nicht zuletzt da sich der Eindruck aufdrängt, dass die AMK zu einem Thema Stellung bezogen hat, ohne zuvor bei den Ärzt*innen und Apotheker*innen Auskünfte einzuholen, die täglich mit dem Thema „Cannabis als Medizin“ praktisch und patientennah befasst sind.

Quelle: „Potentieller Missbrauch – AMK: Apotheken haben bei Cannabis eine besondere Verantwortung“. Online-Portal der Deutschen Apotheker Zeitung, 14. Januar 2020. Verfügbar unter: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2020/01/14/amk-apotheken-haben-bei-
cannabis-eine-besondere-verantwortung (seit: 14.01.2020, 16:30 UHR )

Ansprechpartner*innen:

Professorin Dr. Kirsten Müller-Vahl, Vorstandsvorsitzende der ACM
Dr. med. Franjo Grotenhermen, Geschäftsführer der ACM
ACM-Geschäftsstelle
Bahnhofsallee 9 , 32839 Steinheim
Telefon: 05233-9510294, E-Mail: Info@Cannabis-med.org

Apothekerin Astrid Staffeldt, Mitglied des Vorstandes des VCA
VCA-Geschäftsstelle
Albrechtstrasse 13, 10117 Berlin
Telefon: 030-84712268-90, E-Mail berlin@vca-deutschland.de

Gabriele Gebhardt
Selbsthilfenetzwerk Cannabis Medizin
c/o ACM-Geschäftsstelle
Bahnhofsallee 9, 32839 Steinheim
Telefon: 05233-9510294, E-Mail: info@Cannabis-med.org

Verantwortlich i.S.d.P: Professorin Dr. Kirsten Müller-Vahl, Geschäftsstelle der ACM, Bahnhofsallee 9, 32839 Steinheim

Apotheker-CME: Cannabis Versorgung von Patienten in der Apotheke

Welche notwendigen Voraussetzungen braucht es für eine erfolgreiche Cannabis-Versorgung in Ihrer Apotheke? Wie machen Sie sich und Ihre Mitarbeiter für die Beratung fit? Zum Start in die pharmazeutische Cannabis-Versorgung bedarf es bestimmter räumlicher und personeller Voraussetzungen. Mit dem richtigen Praxis-Wissen ist das Handling der Cannabis-Arzneimittel schnell und sicher umsetzbar.

Unter dem Titel “Cannabis Versorgung von Patienten in der Apotheke” wird VCA-Vorstandsmitglied Johannes Ertelt diese und weitere Fragen für Sie in einem Live-Webinar beantworten. Das Webinar findet am 20. Februar 2020 von 19.00 bis 20.00 Uhr statt.

Hier können Sie sich kostenlos anmelden.

VCA und BDCan kooperieren

Der Verband der Cannabis versorgenden Apotheken (VCA) und der Bund Deutscher Cannabis-Patienten (BDCan) e.V. haben beschlossen, enger zusammenzuarbeiten. So übernimmt der BDCan e.V. ab sofort die Funktion eines Patientenbeirates innerhalb der VCA-Strukturen.

Der Bund Deutscher Cannabis-Patienten e.V. wurde als Interessenvertretung für Menschen, die Nutzen aus einer Therapie mit Cannabis-Arzneimitteln ziehen können, gegründet. Er unterstützt Patienten mit schwerwiegenden Diagnosen auf ihrem Weg zur Cannabis-Therapie.

Leider ist die allgemeine Informationslage bei Patienten, Ärzten und Krankenkassen noch dürftig. Zudem macht das negative Image des Freizeitkonsums von Cannabis vielen am Gesundheitssystem Beteiligten ein Umdenken von der Droge zum Medikament sehr schwer. Die Mitglieder des BDCan arbeiten ehrenamtlich daran, die derzeitige Situation aktiv im Sinne der Patienten zu verbessern und freuen sich sehr über die Unterstützung des Verbandes der Cannabis versorgenden Apotheken.

VCA hat fünf neue Fördermitglieder

Der VCA begrüßt weitere fünf Fördermitglieder: Die Firma Cansativa GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main und Mörfelden-Walldorf ist ein 2017 gegründetes GMP- und GDP-zertifiziertes Unternehmen mit der Erlaubnis zur Herstellung, Einfuhr und Handel von Arzneimitteln sowie der Berechtigung zur Teilnahme am BtM-Verkehr. Das Unternehmen und seine Tochterunternehmen setzen sich zum Ziel, den Markt für Medizinalcannabis weiter zu professionalisieren.

Das Unternehmen Drapalin Pharmaceuticals GmbH aus München legt Wert auf offenen Austausch zwischen Ärzten und Apothekern im Hinblick auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten. Mit Unterstützung eines medizinischen Expertennetzwerks werden die Produkte weiterentwickelt, um die Lebensqualität der Patientinnen- und Patienten zu steigern.

Die Four 20 Pharma GmbH ist ein Importeur und Großhändler für medizinisches Cannabis und medizinische Geräte mit Sitz in Paderborn.

Das in Köln ansässige Start-up-Unternehmen GECA Pharma GmbH hat sich auf die Einfuhr von niederländischen Cannabisblüten der Sorten Bedrocan und Bedrobinol, sowie die granulierten Cannabisprodukte Bedica und Bediol spezialisiert.

Die Sanity Group zu der auch Sanatio Pharma gehört hat ihren Sitz in Berlin und importiert und vertreibt Medizinalcannabis.

VCA-Mitgliederversammlung

Berlin/Frankfurt – 13.11.2019 – Der Verband der Cannabis versorgenden Apotheken (VCA) e.V. hat sich am gestrigen Dienstag in Frankfurt/Main zu seiner ersten ordentlichen Mitgliederversammlung seit der Gründung im Januar getroffen. Die ordentlichen Apothekenmitglieder und die Fördermitglieder des VCA haben sich auf wesentliche Inhalte der zukünftigen Arbeit des Verbandes verständigt.

Der Verband hat sich in den letzten Monaten gut entwickelt. Aktuell zählt er bereits 36 Mitglieder. Der Bund Deutscher Cannabis-Patienten e.V. unterstützt fortan den Verband in der Funktion des Patientenbeirats. Weiterhin wird ein Ärztebeirat aufgebaut, um den Austausch aller Beteiligten in der Cannabis-Therapie zu fördern.

Vollständiges Versorgungsangebot für die Patienten & Preisposition

“Wir wollen dahin kommen, dass wir den Patienten ein vollständiges Versorgungspaket anbieten können. Der Patient braucht einen therapierenden Arzt, eine versorgende Apotheke und diese benötigen medizinisches Cannabis von hoher Qualität und Güte”, sagt der Vorsitzende Apotheker Markus Fischer und ergänzt: „Wir Cannabis versorgenden Apotheken garantieren auf dem komplexen Feld der Cannabis-Therapie Sicherheit, Kompetenz und Qualität, die mit sehr viel Arbeit verbunden ist.“

Preispolitik und Evidenz

Alle VCA-Mitglieder mit ihren unterschiedlichen Erfahrungstiefen erarbeiten aktuell eine Position zur zukünftigen Preisgestaltung.

Da das Thema Cannabis-Therapie für alle Beteiligten nach wie vor neu ist, braucht es weitere Erfahrungen und weitere Evidenz. Die Studienlage, das Thema Begleiterhebungen und Fortbildungsveranstaltungen sind daher wesentliche Bausteine für die Verbandsarbeit in den kommenden Monaten. „Der nun ins Leben gerufene Patientenbeirat kann uns wertvolle Unterstützung bieten, die Kommunikation zwischen Ärzten und Apothekern für eine optimale Versorgung der Patienten zu verbessern und die richtigen Therapien zu entwickeln. Das leiten wir jetzt in die richtigen Bahnen“, gibt sich die stellvertretende VCA-Vorsitzende, Astrid Staffeldt, überzeugt.

Der Verband der Cannabis versorgenden Apotheken e.V.(www.vca-deutschland.de) wurde Anfang 2019 von engagierten Apotheker*innen gegründet. Ziel ist es, alle Beteiligten – die Politik, die Patientenvertretungen, die Ärzte, die Kassen, Anbieter, Wissenschaftler und natürlich die eigenen Berufskolleg*innen – in den gemeinsamen Austausch zu bringen, um Lösungen für eine dauerhaft sichere und wirtschaftliche Versorgung der Patienten zu erarbeiten und einen Interessenausgleich herbeizuführen.

Pressekontakt: VCA-Geschäftsstelle Berlin, 030-84712268-90, presse(at)vca-deutschland.de

VCA Meet & Greet auf der epxopharm 2019

Die Mitglieder und Interessenten haben sich am vergangenen Freitagnachmittag auf der Messe in Düsseldorf getroffen und intensiv ausgetauscht. Der VCA-Vorsitzende Markus Fischer machte erneut deutlich, dass es sich beim Medizinalcannabis um ein völlig neues pharmazeutisches Produkt handle, was alle Beteiligten gleichermaßen fordere: Die Patienten, die verschreibenden Ärzte, die Hersteller, die versorgenden Apotheker, die Wissenschaft, die Kostenträger im Gesundheitswesen und insbesondere die Politik.

Die erfreulich große Teilnehmerzahl zeugte vom ebenso großen Interesse am Thema und davon, dass der VCA eine wichtige Schnittstelle in diesem Netz der Beteiligten besetzt. Eine Reihe von Maßnahmen sind besprochen und sollen bei einer ordentlichen Mitgliederversammlung im November in Frankfurt vertieft, beschlossen und dann umgesetzt werden. Schlagworte hierbei sind: Prüfverfahren, Studienlage, Fortbildungsveranstaltungen und nicht zuletzt die Frage einer nachhaltigen Preisgestaltung.

VCA Mitglieder als Referenten auf der expopharm

Sowohl der VCA Vorstand mit Markus Fischer und Astrid Staffeldt als auch Gründungsmitglied Florian Heimann werden auf der expopharm in Düsseldorf als Referenten auftreten. Die Apotheker werden in ihren Beiträgen Erfahrungen aus der Betreuung von Cannabis-Patient*innen teilen und die Ziele des VCA präsentieren. So soll dargestellt werden, wie Apotheken durch individuelle Betreuung einen konkreten Beitrag zum Therapieerfolg leisten können. Gleichzeitig soll aufgezeigt werden, wie die Zielsetzungen der beteiligten Akteure im Cannabis-Sektor durch die pharmazeutischen Kompetenz der Apotheker*innen kanalisiert werden können, um ein bezahlbares, starkes und effizientes Arzneimittel in Deutschland aufzubauen.

Hier geht es zu den einzelnen Beiträgen:

Cannabisapotheker – Spagat zwischen Marktwirtschaft und Apothekerkompetenz, Markus Fischer

Pharmazeutische Betreuung von Cannabispatienten: Fallspezifische Insights aus der Patientenbetreuung, Astrid Staffeldt

Aufbau von Beratungskompetenz in der Versorgung von Cannabispatienten – die wichtigsten Patientenfragen und -probleme in der Praxis, Florian Heimann

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