Pressemitteilung

Personelle Veränderungen im VCA e.V.

Pressemitteilung

Oberhausen – 16.03.2021 – Mit großem Bedauern müssen wir Ihnen heute mitteilen, dass Markus Fischer mit sofortiger Wirkung als Vorstandsvorsitzender des VCA e.V. zurückgetreten ist:

Dazu Markus Fischer: “Dieser Schritt ist mir alles andere als leichtgefallen. Es war mir eine Herzensangelegenheit, den VCA mitzugründen und voranzutreiben. Doch leider zwingen nun auch mich wirtschaftliche Auswirkungen der Pandemie dazu, im Ehrenamt Konsequenzen zu ziehen. Anders als vielleicht allgemein angenommen, gehören nämlich auch die Apotheken nicht zu den großen Gewinnern der Krise. Im Gegenteil. Ich höre zwar nun als Vorsitzender des VCA e.V. auf, aber bleibe ihm selbstverständlich als Mitglied und beratende Stimme erhalten. Ich bedanke mich herzlich bei den Vorstandskolleg*innen, Mitgliedern und Förderpartner*innen für die stets gute Zusammenarbeit. Es war mir eine Freude. Auf bald!

Bereits im Oktober letzten Jahres ist auch Tobias Loder aus dem Vorstand aus persönlichen und beruflichen Gründen zurückgetreten. Auf ihn folgte, zunächst kommissarisch, Leiter der Neurologie und Abteilung für seltene Erkrankungen der MediosApotheke Berlin, Dennis Stracke, PhD, der noch auf der kommenden Mitgliederversammlung in seinem Amt bestätigt werden soll.

Ich freue mich sehr auf die gemeinsame Arbeit mit den Vorstandskolleg*innen und Mitgliedern des VCA e.V. Wir Cannabis versorgenden Apotheker*innen brauchen ein starkes bundesweites Netzwerk und Interessensvertretung.” so Dennis Stracke.

Bis zu den nächsten Vorstandswahlen wird kommissarisch Astrid Staffeldt, Gründerin des Verbandes, unterstützt durch ihre Stellvertreter Johannes Ertelt und Dennis Stracke, den Vorstandsvorsitz übernehmen.

Dazu Astrid Staffeldt: “Die Rücktritte haben uns nicht nur fachlich, sondern auch persönlich hart getroffen. So starke, engagierte Persönlichkeiten hinterlassen natürlich zunächst eine große Lücke. Doch es wäre auch nicht im Sinne der beiden, wenn wir jetzt als Verband den Kopf in den Sand stecken würden. Wir machen natürlich mit voller Kraft weiter! Seit März haben wir daher auch für die Bereiche PR und politische Kommunikation Sasa Raber, selbst auch Cannabis-Patientin, mit an Bord. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihr und unserem neuen Vorstandskollegen Dennis Stracke. Wir bedanken uns recht herzlich bei Markus Fischer und Tobias Loder für ihre Arbeit und ihr Engagement in und für den VCA e.V. Wir leben in besonderen Zeiten, die auch für uns Apotheker*innen nicht selten harte und existenzielle Entscheidungen erfordern. Daher sind wir besonders froh und dankbar, dass die beiden uns auch weiterhin beratend zur Seite stehen und als Mitglieder erhalten bleiben.

Ziel des VCA e.V. ist die effiziente und bezahlbare Versorgung von Patient*innen mit medizinischem Cannabis. Um dies gewährleisten zu können, braucht es einen starken, bundesweit agierenden Verband.

Der VCA setzt daher bei seiner Arbeit besonders auf folgende vier Säulen:

  • Ein starkes Apotheken-Netzwerk ausbauen und den regelmäßigen Austausch fördern;
  • Interessenvertretung und Beratung in und für Politik sein;
  • Schulungen, Vorträge und Weiterbildungen anbieten und
  • Informationsplattform für Apotheken sein.

Sie haben Rückfragen oder wollen uns als (Förder-)Mitglied bei der Arbeit unterstützen? Dann wenden Sie sich gerne an unsere Geschäftsstellenleiterin Daniela Joachim, Tel.: 0208 9912 9921, Mail: joachim@vca-deutschland.de

Pressekontakt: VCA-Geschäftsstelle Oberhausen, 0208 9912 9921, presse@vca-deutschland.de

Gemeinsame Stellungnahme von VCA und BDCan zum Einsatz von Medizinal-Cannabis zur Behandlung der AD(H)S (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung)

Pressemitteilung

Oberhausen/Essen, im Dezember 2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ziel des neuen, im Jahr 2017 in Kraft getretenen Cannabis-Gesetzes war es, Patienten den Zugang zu Cannabis als Medizin zu erleichtern.

Leider zeigt sich regelmäßig, dass dieser Zugang insbesondere für AD(H)S-Patienten vielmehr erschwert ist.

Diese Beobachtungen und Erfahrungswerte nehmen sowohl der Verband der Cannabis versorgenden Apotheken e.V., als auch der Bund Deutscher Cannabis-Patienten e.V. zum Anlass, ihre Sorgen und Bedenken um die Entwicklungen in Bezug auf eine Cannabinoid-Therapie zur Behandlung der AD(H)S zu teilen und dazu Stellung zu nehmen.

Trotz der wenigen Kostenübernahmen, welche seit der Gesetzänderung im März 2017 für die o. g. Indikationen erteilt wurden, profitieren viele AD(H)S-Betroffene von einer Therapie mit Cannabinoiden, was der Einschätzung der aktuellen S3-Leitlinie „ADHS bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen“, Registernummer 028-045, klar widerspricht. Oftmals versuchen betroffene Patienten, die Therapiekosten von ihrer Rente oder dem Arbeitslosengeld II selbst zu finanzieren, was meist dazu führt, dass Patienten chronisch unterversorgt sind, da sie sich als Selbstzahler die Medikamente nur zum Teil leisten können.

Uns sind viele Fälle bekannt, bei denen der Einsatz von Cannabinoiden starke Symptome wie Antriebslosigkeit, Unruhe, Störungen der Impulskontrolle und des sozialen Miteinanders, Schlafstörungen, Depressionen, Konzentrationsstörungen, etc. nachweislich linderten und bei den Betroffenen zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität führten.

Aufgrund der inzwischen gesicherten Erkenntnisse in Bezug auf das körpereigene Endocannabinoid-System und dessen Auswirkungen durch den direkten Einfluss auf das Nervensystem sind diese positiven Effekte wissenschaftlich erklärbar und nachvollziehbar.

Natürlich sehen wir bei allen beobachteten Wirkungen auch die Möglichkeit von sog. unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW = „Nebenwirkungen“), wie sie von jedem Arzneimittel ausgehen können. In Relation der möglichen Risiken und Nebenwirkungen der sogenannten „leitliniengerechten“ Therapien mit Ritalin, Medikinet, Elvanse, Venlafaxin, u.v.m., sehen wir in der Cannabinoid-Therapie ein insgesamt (sehr) günstiges „Nutzen-Risiko-Verhältnis“.

Aktuell haben Betroffene durch die bestehende S3-Leitlinie kaum Chancen auf eine Kostenübernahme und müssen eine solche häufig durch lange Justizprozesse erkämpfen. Dies stellt für die meisten betroffenen Menschen (= Patienten!) aufgrund der spezifischen Symptome einer AD(H)S eine besonders große Hürde dar.

Des Weiteren sind betroffene Patienten zum Teil auch Diskriminierungen durch Ärzte und Krankenkassen ausgesetzt, anstatt dort die benötigte Hilfe, Unterstützung und eine Inbetrachtnahme neuer, therapeutischer Möglichkeiten zu erhalten.

Ein Beispiel für dieses Verhalten ist der häufig herangezogene Verweis auf das Urteil L 16 KR 504/18 B ER des Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, worauf in fast allen Ablehnungsbescheiden der Krankenkassen Bezug genommen wird. Der dort beschriebene EINZEL-Fall ohne gesicherte Diagnose und durchgeführte Therapieversuche sowie der geäußerten „Fixierung auf das Medikament“ ist nicht stellvertretend für alle betroffenen Patienten. Dass ein solcher juristischer Einzelfall dauerhaft als Ablehnungsgrund verwendet wird, ist damit ein Schlag ins Gesicht der betroffenen Menschen mit einer langen Kranken- und Leidensgeschichte und damit „contra legem“ der Intention des Cannabis-Gesetzes.

Auch ziehen behandelnde Ärzte aufgrund der S3-Leitlinie die Möglichkeiten einer Cannabinoid-Therapie derzeit kaum in Betracht und verweigern den Patienten einen gesetzlich legitimierten und auch sinnvollen Therapieversuch, obwohl schon alle gängigen Therapieversuche aufgrund von Unwirksamkeit und/oder Nebenwirkungen abgebrochen wurden.

Durch diese Einstellung und das daraus resultierende Verhalten der Krankenkassen und leider auch einiger Ärzte wird die derzeit laufende Begleitstudie der Bundesregierung zur Cannabinoid-Therapie zu Ungunsten der AD(H)S-Patienten verwässert oder gar verfälscht.

Daher fordern wir:

  • Die letzten zwei Jahre der Begleitstudie zu nutzen, um signifikante Auswertungen und vorurteilsfrei wissenschaftliche Evidenzen bei auch diesen Indikationen zu eruieren und Ergebnisse zu erheben

  • sowie Therapieversuche bei standardtherapeutisch austherapierten Langzeit-patienten zu ermöglichen.

Um dies zu unterstützen haben wir eine verbandsübergreifende Arbeitsgruppe gegründet, die aktuell AD(H)S-Patienten für eine eigene Beobachtungsstudie sammelt, welche die Wirksamkeit der Therapie mit Cannabinoiden bei dieser Indikation evidenzbasiert erheben und dokumentieren soll.

ADHS-Patienten, die Cannabis erfolgreich gegen die Symptome ihrer Erkrankung einsetzen, können sich hier bewerben.

Mit freundlichen Grüßen

Bund Deutscher Cannabis-Patienten e.V. (BDCan)

Niebuhrstraße 33, 45144 Essen

Tel. 0201 6485 0852, Fax 0208 2079 2862

E-Mail: info@bdcan.de, Web: bdcan.de

Vereinsregister: VR 6003, Amtsgericht Essen


Verband der Cannabis versorgenden Apotheken e.V.

– VCA

Flöz-Herrenbank-Straße 27, 46119 Oberhausen

Telefon: 0208 9912 9921

E-Mail: info@vca-deutschland.de, Web: vca-deutschland.de

Vereinsregister: VR 20001, Amtsgericht Köln

Ansprechpartner:

Marc Ziemann

Vorstandsvorsitzender Bund Deutscher Cannabis-Patienten e.V.

Markus Fischer

Vorstandsvorsitzender Verband der Cannabis versorgenden Apotheken e.V.

E-Mail: ADHS@BDCan.de

Stellungnahme des VCA zur angedachten Einstufung von Cannabidiol (CBD) als Betäubungsmittel (BtM)

Oberhausen, 26.08.2020 – Der Verband der Cannabis versorgenden Apotheken e.V. möchte zur derzeitigen Diskussion um das Cannabinoid „CBD“ und insbesondere zur geplanten Klassifizierung als Betäubungsmittel durch die Europäische Kommission¹ wie folgt Stellung nehmen:

Rezeptpflicht ja, BtM-Einstufung nein

CBD ist ein wichtiger Inhaltsstoff der Cannabispflanze, der sowohl die Wirkung des THC beeinflussen, als auch selbst durch seine Fähigkeit, spezielle Rezeptoren des körpereigenen Endocannabinoidsystems zu aktivieren, signifikante Wirkungen auslösen kann. Die Studienlage zu CBD ist noch in den Anfängen und bereits heute zeichnet sich das hohe Potential des Wirkstoffs in der Medizin ab.

Daraus resultiert, dass CBD als Arzneimittelwirkstoff eingestuft und so behandelt werden muss.

Die Gewährung der Fast-Track-Kennzeichnung und Erteilung des Orphan-Drug-Status durch die FDA in den USA sowie die danach folgende Zulassung in Europa für das Fertigarzneimittel „Epidyolex“ im Indikationsbereich der Epilepsie am 23.09.2019 unterstreicht die Einstufung als verschreibungspflichtiges Arzneimittel, welches kein Betäubungsmittel ist.

CBD hat keine berauschende Wirkung und wird aktuell von einer Vielzahl an Herstellern und Händlern als harmloses Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Die zuerst durchweg positive Berichterstattung in diversen Zeitschriften sowie eine verkaufsfördernde Beweihräucherung auf unzähligen Herstellerseiten im Internet weckte bei den Menschen die Neugier auf dieses potentielle „Allheilmittel“.

Bei diesem jungen und explosionsartig wachsendem Markt wurde jedoch zunächst von den Aufsichtsbehörden übersehen, dass vor dem Inverkehrbringen dieser Produkte erst ein Antrag gemäß der Novel-Food-Verordnung gestellt werden muss, der ein langwieriges Prüfverfahren mit sich bringt.

CBD ist aber mehr als nur eine Hoffnung für Patienten und hat mit seiner noch wenig erforschten, aber sehr guten pharmakologischen Wirkung die Chance verdient, als wirksames Arzneimittel wahrgenommen zu werden. Eine nicht standardisierte und im Dickicht der Nahrungsergänzungsmittel auftretende Verbreitung von CBD-Produkten, die ohne auf Hersteller eingehen zu wollen, mitunter eine äußerst schlechte Qualität aufweisen, könnte mit der Zeit ein negatives Feedback und damit auch eine unter Umständen negative Bewertung seitens der Behörden und Krankenkassen zur Folge haben.

Dies bestätigen in letzter Zeit auch Untersuchungen von Verbraucherschutzzentralen. So wurde im kürzlich vorgestellten Jahresbericht der Lebensmittelüberwachung 2019 Baden-Württemberg1 berichtet, dass in mehr als 50 % der Proben erhöhte Werte des berauschenden Wirkstoffs THC gefunden wurden. 22 % der Produkte wurde gar als gesundheitsschädlich eingestuft, weitere 34 % als „für den Verzehr durch den Menschen ungeeignet“.

CBD ist ein wirksames Arzneimittel, was in entsprechender Qualität standardisiert werden und mit begleitenden Studien in die Hände der Medizin und Pharmazie gelegt werden muss.

Allerdings nimmt der VCA klar Stellung, dass CBD nicht als Betäubungsmittel eingestuft werden soll und darf, da es weder einen Ansatz von psychotroper Wirkung, noch eine Gefahr der Abhängigkeit mitbringt – Bedingungen, die eine Substanz aufweisen muss, um als Betäubungsmittel eingestuft zu werden.

Eine Einordnung von CBD als standardisierte verschreibungspflichtige Substanz, ob als Rezeptur oder als Fertigarzneimittel wie Epidyolex, ergänzt durch die Erstattungsfähigkeit im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung reicht in den Augen des VCA vollkommen aus, um CBD die Möglichkeit zu geben, sich da zu entfalten, wo es auch wirklich ankommen muss: Beim erkrankten Menschen, der Hilfe braucht.

1https://start.cannabiswirtschaft.de/wp-content/uploads/2020/08/20200811-EU-KOM-zu-CBD-Best%C3%A4tigung-Sprecher-EU-Kopie.pdf

2https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/projekt-klartext-nem/cbdoel-legal-auf-dem-markt-37660

Ansprechpartner:

Apotheker Markus Fischer, Vorstandsvorsitzender
Verband der Cannabis versorgenden Apotheken e.V. – VCA
Flöz-Herrenbank-Straße 27
46119 Oberhausen
Telefon: 0208 9912 9921
E-Mail: info@vca-deutschland.de

Cansativa erhält den Zuschlag für den Vertrieb von Cannabisblüten aus deutschem Anbau

Mörfelden-Walldorf, 20. August 2020 – Die Cannabisagentur des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) beauftragt Cansativa mit Logistik- und Dienstleistungen für den Großhandel mit dem gesamten deutschen Cannabisanbau. Der Zuschlag für den Vertrieb von Cannabis zu medizinischen Zwecken mit einem Gesamtvolumen von insgesamt 10,4 Tonnen wurde für vier Jahre erteilt.

Die Cansativa GmbH („Cansativa“) gibt heute bekannt, dass sie als einziges Unternehmen den Zuschlag für Logistik- und Dienstleistungen im Großhandel mit Cannabisblüten aus deutschem Anbau vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erhalten hat. Cansativa wird damit im Auftrag der Cannabisagentur den Vertrieb der Cannabisblüten aus deutschem Anbau an Apotheken durchführen und unter anderem für Lagerung, Kommissionierung und Ausgangslogistik verantwortlich zeichnen.

„Wir sind stolz, dass unser Angebot und unsere Expertise im Bereich Medizinalcannabis das BfArM überzeugen konnten und wir den Zuschlag erhalten haben. Es ist ein bedeutender Schritt für alle Patientinnen und Patienten in Deutschland, die damit Zugang zu neuen Produkten haben werden. Wir sind geehrt, mit unseren Leistungen im Auftrag der Cannabisagentur einen Beitrag zu einer nachhaltigen Versorgungssicherheit leisten zu dürfen“, sagt Jakob Sons, Co-Gründer und Co-Geschäftsführer von Cansativa.

Durch den Zuschlag wird Cansativa zukünftig die von Aurora, Aphria und Demecan in Deutschland angebauten Cannabisblüten zentral im Auftrag der Cannabisagentur vertreiben. Die Vertragslaufzeit mit dem BfArM erstreckt sich über vier Jahre bei einem Gesamtvolumen von bis zu 10,4 Tonnen.

Cansativa importiert und vertreibt bereits seit über zwei Jahren Medizinalcannabis an eine Vielzahl deutscher Apotheken. Der deutsche Markt ist der größte und am stärksten wachsende Markt für medizinisches Cannabis in Europa. Mit einem umfassenden Angebot an Produkten von führenden internationalen Herstellern wie Aurora, Bedrocan, Tweed und Tilray hat sich Cansativa als unabhängiger „One-Stop-Shop“ zum spezialisierten Großhändler und zur zentralen Anlaufstelle für Medizinalcannabis im deutschen Markt entwickelt.

„Wir freuen uns, dass wir unsere Erfahrungen aus unserer bisherigen Geschäftstätigkeit nun auch für das BfArM einsetzen können. Mit unserem umfassenden Produktportfolio agieren wir national und international als unabhängiger Großhandelspartner und setzen uns zum Ziel, den Markt weiter zu professionalisieren. Wir streben an, Cansativa als zentrale Plattform für den Bezug und den Vertrieb von Medizinalcannabis weiter zu stärken“, sagt Benedikt Sons, Co-Gründer und Co-Geschäftsführer von Cansativa.

Cansativa gilt als Vorreiter der Branche und arbeitet kontinuierlich daran, die Versorgungssituation von medizinischem Cannabis zu verbessern.

Über Cansativa GmbH

Die Cansativa GmbH ist ein 2017 gegründetes GMP- und GDP-zertifiziertes Unternehmen mit der Erlaubnis zur Herstellung, Einfuhr und Handel von Arzneimitteln sowie der Berechtigung zur Teilnahme am BtM-Verkehr mit Sitz in Mörfelden-Walldorf. Cansativa und seine Tochterunternehmen setzen sich zum Ziel, den Markt für Medizinalcannabis zu professionalisieren, von der aktuellen Stigmatisierung zu befreien und die Preise für Patientinnen und Patienten nachhaltig zu reduzieren. Unser Wachstumsziel ist mit einer langfristigen Vision verbunden – wir wollen branchenweite Benchmarks setzen.


Cansativa verfügt seit Beginn des Geschäftsbetriebs über ein eigenes Distributions- und Fulfillmentcenter und zählt als einer der „First Mover“ zu den größten unabhängigen Herstellern, Importeuren, und Distributoren von Medizinalcannabis in Deutschland. Von Mörfelden-Walldorf aus beliefert das Unternehmen Apotheken und Pharmagroßhändler in ganz Deutschland. Cansativa hat sich als „One-Stop-Shop“ und Spezialsortimenthändler für Medizinalcannabis im deutschen Markt etabliert und stellt dabei die Versorgung von dringend benötigten Medizinalcannabis-Arzneimitteln sicher. Cansativa ist das einzige Unternehmen, das vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) mit Logistik- und Dienstleistungen im Großhandel für den gesamten deutschen Cannabisanbau der nächsten vier Jahre beauftragt wurde. Über die Plattform von Cansativa können von Apotheken eine Vielzahl von Wirkstoffen, Arzneimitteln und Medizinprodukten zahlreicher renommierter Hersteller bezogen werden.

www.cansativa.de

Medienkontakt:
Tim Schäfer, Johanssen + Kretschmer Strategische Kommunikation GmbH

Cansativa@jk-kom.de

+49 (0)30 520 00 57 – 71

VCA-Geschäftsstelle Oberhausen
+49 (0)208 9912 9921
info@vca-deutschland.de


Aurora ist neues Fördermitglied im Verband der Cannabis versorgenden Apotheken

Berlin, 28. Mai 2020 – Aurora Deutschland GmbH, einer der größten zugelassenen Pharmagroßhändler für Medizinal-Cannabis, ist seit Mai Fördermitglied des Verbandes der Cannabis versorgenden Apotheken e.V. (VCA). Aurora unterstützt das Ziel des Verbandes, die Zusammenarbeit zwischen Apothekern, Händlern sowie Entscheidern aus Politik und Verwaltung zu verbessern – und damit PatientInnen nachhaltig zu helfen.

„Durch unser Engagement im VCA Fachverband tragen wir als Hersteller und Vertreiber von Cannabis-Arzneimitteln dazu bei, gemeinsame Positionen im Sinne der Patienten voranzutreiben“ sagt Dr. Axel Gille, Geschäftsführer der Aurora Deutschland GmbH.
„Die Therapie mit Medizinal-Cannabis, als getrocknete Blüte oder als Vollextrakt, kann höchst individuell angepasst werden und bietet vor allem schwer erkranken Menschen eine wichtige zusätzliche Therapieoption. Damit Betroffene in ausreichendem Maße davon profitieren können, muss in Deutschland noch viel passieren – Hürden müssen abgebaut werden. Im Verbund mit den Cannabis versorgenden Apotheken werden wir uns dafür einsetzen.“

„Neben dem Aufbau und der Förderung eines besseren Verständnisses zwischen Apothekern, Ärzten, Krankenkassen und Patienten leisten wir gemeinsam mit den Herstellern unseren Beitrag zur Förderung neuer Erkenntnisse in Wissenschaft und Forschung. Wir freuen uns sehr, Aurora als neues Mitglied unseres Kompetenzzirkels gewonnen zu haben. Im Rahmen eines konstruktiven Austausches bringen wir unsere Expertise und neu gewonnene Erkenntnisse aktiv in den politischen und öffentlichen Diskurs ein. Damit verfolgen wir das Ziel, die Versorgung von PatientInnen mit medizinischem Cannabis in Deutschland effizient und bezahlbar zu gestalten”, fasst der Vorsitzende des VCA Markus Fischer zusammen.

Die Förderung einer nachhaltigen Versorgungsstruktur, die Verbesserung der pharmazeutischen Betreuung mit medizinischem Cannabis sowie die Förderung von Wissenschaft und (klinischer) Forschung in der Cannabis-Therapie sind weitere gemeinsame Ziele.

Über Aurora Deutschland GmbH
Die Aurora Deutschland GmbH mit Hauptsitz in Berlin ist einer der größten zugelassenen Pharmagroßhändler für Medizinal-Cannabis sowie ein zugelassener Betäubungsmittelhändler. Darüber hinaus ist das Unternehmen eine GMP-geprüfte Importgesellschaft für Arzneimittel.
Die vertriebenen Medizinal-Cannabisprodukte sind Arzneimittel gemäß AMG § 2 Absatz 1 und Ausgangsstoffe nach § 11 der ApBetrO. Die Landesgesellschaft ist Teil der Aurora Europe GmbH, die ihrerseits eine Tochtergesellschaft des börsennotierten kanadischen Cannabis-Herstellers Aurora Cannabis Inc. mit Hauptsitz in Edmonton, Alberta, ist.

Aurora ist eines von drei Unternehmen, die in Deutschland für den Anbau von Medizinal-Cannabis zugelassen sind. Die Produktion dafür wird zurzeit im Biochemiepark Leuna errichtet.

Die Aurora Deutschland GmbH wurde im Juli 2015 unter dem Namen Pedanios GmbH gegründet. Mit der erteilten Großhandelserlaubnis konnten noch im Dezember 2015 die ersten Cannabis-Produkte vertrieben werden. Anfang August 2018 firmierte die Pedanios GmbH offiziell zu Aurora Deutschland GmbH um. Neben der Import- und Großhandelserlaubnis verfügt Aurora Deutschland auch über eine Herstellerlaubnis. www.auroramedicine.com/de

Pressekontakt
Yvonne Möller | Director Communications Europe
Aurora Europe GmbH | Wilmersdorfer Straße 98/99 | 10629 Berlin
M +49 (0) 176 18000 560 | T +49 (0)30 9832 1601 – 0
yvonne.moeller@auroramedicine.com | www.auroramedicine.com/de

VCA-Geschäftsstelle Berlin
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presse@vca-deutschland.de


Gemeinsame Stellungnahme

Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin e.V. (ACM), des Verbands der Cannabis versorgenden Apotheken e.V. (VCA) und des Selbsthilfenetzwerks Cannabis Medizin (SCM) – herzlichen Dank auch an den VCA-Patientenbeirat, vertreten durch den BDCan (Bund Deutscher Cannabis-Patienten e.V.)

Beschämend: Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker diskreditiert sich selbst mit Stellungnahme zur medizinischen Verwendung von Cannabis

Berlin/Steinheim, 21. Januar 2020

Am 14. Januar 2020 veröffentlichte das Online-Portal der Deutschen Apotheker Zeitung eine Stellungnahme der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) zur Abgabe Cannabis-basierter Medikamente. Unter dem Titel „Potentieller Missbrauch – AMK: Apotheken haben bei Cannabis eine besondere Verantwortung“ beschreibt die AMK Anhaltspunkte für einen möglichen Cannabismissbrauch von Patienten. Statt allerdings sachlich zum Thema zu informieren, diffamiert die AMK nicht nur Cannabis verschreibende Ärztinnen, sondern auch Patientinnen, die mit Cannabis behandelt werden. Mehr noch: die AMK offenbart mit der Stellungnahme darüber hinaus ein eklatantes Wissensdefizit und schürt alte Vorbehalte gegenüber der noch jungen Therapieoption.

Zu den von der AMK gegebenen „Tipps“, wie eine „missbräuchliche Anwendung“ durch Apotheker erkannt werden könne, möchten wir wie folgt Stellung nehmen:

1)
Unseres Wissens nach gibt es keine Erkenntnisse darüber, dass die „missbräuchliche Anwendung“ von Cannabis als Medizin überhaupt ein relevantes Problem darstellt – ganz im Gegensatz zu anderen Arzneimitteln wie Benzodiazepinen und Opioiden. Allein bei Benzodiazepinen gehen alle Schätzungen über eine Zahl von mehr als 1 Million Betroffene nur in Deutschland aus.

2)
Die Behauptung, dass „Versuche von Patienten, die Rezepturzubereitung zu beeinflussen, zum Beispiel dass die Droge unverarbeitet abgegeben werden soll“ ein Hinweis auf eine „missbräuchliche Anwendung“ sei, ist in doppelter Hinweis unzutreffend: erstens darf Cannabis nur dann überhaupt vom Apotheker „unverarbeitet“ abgegeben werden, wenn dies vom Arzt oder der Ärztin ausdrücklich auf dem Rezept vermerkt wurde und zweitens ist die „unverarbeitete“ Gabe empfehlenswert, um z. B. einer vorzeitigen Oxidation vorzubeugen. Auch in puncto Dosierungsgenauigkeit beraten Cannabis-versorgende Apotheken ihre
Patienten sehr genau und leisten pharmazeutische Hilfestellung z.B. im Umgang mit Vaporisatoren u.ä.

3)
Wieso bezeichnet die AMK die nach NRF zulässige Verordnung von unzerkleinerten Cannabisblüten als „zweifelhafte Gebrauchsanweisung“, die „nicht den pharmazeutischen Regeln“ entspreche, wenn von der Mehrzahl der Experten eine solche Verordnung nicht nur aus pharmakologischen (geringere Oxidation), sondern auch aus praktischen Gründen (Vermeiden der Inhalation von kleinsten Blütenpartikeln) empfohlen wird? Dieser Tipp ist auch deshalb von erheblicher Tragweite, da nach Zahlen der gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 2019 die Anzahl der Verschreibungen unverarbeiteter Cannabisblüten die Anzahl von
Verschreibungen verarbeiteter Cannabisblüten deutlich überstiegen hat.

4)
Warum sieht die AMK einen Anhalt für eine „missbräuchliche Anwendung“, wenn Patient*innen sich über eine „Minderbefüllung oder Wirkungslosigkeit, inklusive mangelnder Qualität“ beklagen, obwohl solche Vorkommnisse durchaus bekannt geworden sind?

5)
Schließlich behauptet die AMK, dass ein „striktes Beharren auf einer THC-reichen oder bestimmten Cannabis-„Sorte““ ebenfalls ein Hinweis auf eine „missbräuchliche Anwendung“ sei, obwohl es gut begründete Hinweise gibt, dass bei bestimmten Erkrankungen gerade THC-reiche Cannabis-basierte Medikamente besonders gut wirksam sind. Zudem ist der Wunsch nach einer „bestimmten Cannabis-Sorte“ aufgrund der patienten-individuellen Wirksamkeit und Verträglichkeit legitim.

Unstrittig kommt Ärzt*innen und Apotheker*innen bei der Verschreibung und Abgabe von Betäubungsmitteln eine besondere Sorgfaltspflicht zu – inklusive der Beachtung der Möglichkeit einer „missbräuchlichen Anwendung“ bzw. des Risikos einer Abhängigkeit. Dies betrifft allerdings nicht nur Cannabis-basierte Medikamente, sondern – und in viel stärkerem Maße – auch zahlreiche andere Arzneimittel.

ACM, VCA und SCM nehmen die Stellungnahme der AMK nicht nur mit großem Unverständnis zur Kenntnis, sondern auch mit großer Sorge, da der Anschein erweckt wird, Patient*innen, die mit Cannabis behandelt werden, stellten per se eine „Problemgruppe“ dar und viele Ärzt*innen, die Cannabis verordnen, führten eine „zweifelhafte“ und an Sorgfalt mangelnde Behandlung durch, die seitens der Apotheker*innen keinerlei Kontrolle erfahre.

Wir möchten die AMK auffordern, sich beim Bundesgesundheitsministerium oder der Bundesopiumstelle über die Inhalte und Ziele des „Cannabis als Medizin Gesetzes“ zu informieren.

Gerne stehen aber auch ACM, VCA und SCM für einen Austausch zur Verfügung – nicht zuletzt da sich der Eindruck aufdrängt, dass die AMK zu einem Thema Stellung bezogen hat, ohne zuvor bei den Ärzt*innen und Apotheker*innen Auskünfte einzuholen, die täglich mit dem Thema „Cannabis als Medizin“ praktisch und patientennah befasst sind.

Quelle: „Potentieller Missbrauch – AMK: Apotheken haben bei Cannabis eine besondere Verantwortung“. Online-Portal der Deutschen Apotheker Zeitung, 14. Januar 2020. Verfügbar unter: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2020/01/14/amk-apotheken-haben-bei-
cannabis-eine-besondere-verantwortung (seit: 14.01.2020, 16:30 UHR )

Ansprechpartner*innen:

Professorin Dr. Kirsten Müller-Vahl, Vorstandsvorsitzende der ACM
Dr. med. Franjo Grotenhermen, Geschäftsführer der ACM
ACM-Geschäftsstelle
Bahnhofsallee 9 , 32839 Steinheim
Telefon: 05233-9510294, E-Mail: Info@Cannabis-med.org

Apothekerin Astrid Staffeldt, Mitglied des Vorstandes des VCA
VCA-Geschäftsstelle
Albrechtstrasse 13, 10117 Berlin
Telefon: 030-84712268-90, E-Mail berlin@vca-deutschland.de

Gabriele Gebhardt
Selbsthilfenetzwerk Cannabis Medizin
c/o ACM-Geschäftsstelle
Bahnhofsallee 9, 32839 Steinheim
Telefon: 05233-9510294, E-Mail: info@Cannabis-med.org

Verantwortlich i.S.d.P: Professorin Dr. Kirsten Müller-Vahl, Geschäftsstelle der ACM, Bahnhofsallee 9, 32839 Steinheim

VCA-Mitgliederversammlung

Berlin/Frankfurt – 13.11.2019 – Der Verband der Cannabis versorgenden Apotheken (VCA) e.V. hat sich am gestrigen Dienstag in Frankfurt/Main zu seiner ersten ordentlichen Mitgliederversammlung seit der Gründung im Januar getroffen. Die ordentlichen Apothekenmitglieder und die Fördermitglieder des VCA haben sich auf wesentliche Inhalte der zukünftigen Arbeit des Verbandes verständigt.

Der Verband hat sich in den letzten Monaten gut entwickelt. Aktuell zählt er bereits 36 Mitglieder. Der Bund Deutscher Cannabis-Patienten e.V. unterstützt fortan den Verband in der Funktion des Patientenbeirats. Weiterhin wird ein Ärztebeirat aufgebaut, um den Austausch aller Beteiligten in der Cannabis-Therapie zu fördern.

Vollständiges Versorgungsangebot für die Patienten & Preisposition

“Wir wollen dahin kommen, dass wir den Patienten ein vollständiges Versorgungspaket anbieten können. Der Patient braucht einen therapierenden Arzt, eine versorgende Apotheke und diese benötigen medizinisches Cannabis von hoher Qualität und Güte”, sagt der Vorsitzende Apotheker Markus Fischer und ergänzt: „Wir Cannabis versorgenden Apotheken garantieren auf dem komplexen Feld der Cannabis-Therapie Sicherheit, Kompetenz und Qualität, die mit sehr viel Arbeit verbunden ist.“

Preispolitik und Evidenz

Alle VCA-Mitglieder mit ihren unterschiedlichen Erfahrungstiefen erarbeiten aktuell eine Position zur zukünftigen Preisgestaltung.

Da das Thema Cannabis-Therapie für alle Beteiligten nach wie vor neu ist, braucht es weitere Erfahrungen und weitere Evidenz. Die Studienlage, das Thema Begleiterhebungen und Fortbildungsveranstaltungen sind daher wesentliche Bausteine für die Verbandsarbeit in den kommenden Monaten. „Der nun ins Leben gerufene Patientenbeirat kann uns wertvolle Unterstützung bieten, die Kommunikation zwischen Ärzten und Apothekern für eine optimale Versorgung der Patienten zu verbessern und die richtigen Therapien zu entwickeln. Das leiten wir jetzt in die richtigen Bahnen“, gibt sich die stellvertretende VCA-Vorsitzende, Astrid Staffeldt, überzeugt.

Der Verband der Cannabis versorgenden Apotheken e.V.(www.vca-deutschland.de) wurde Anfang 2019 von engagierten Apotheker*innen gegründet. Ziel ist es, alle Beteiligten – die Politik, die Patientenvertretungen, die Ärzte, die Kassen, Anbieter, Wissenschaftler und natürlich die eigenen Berufskolleg*innen – in den gemeinsamen Austausch zu bringen, um Lösungen für eine dauerhaft sichere und wirtschaftliche Versorgung der Patienten zu erarbeiten und einen Interessenausgleich herbeizuführen.

Pressekontakt: VCA-Geschäftsstelle Berlin, 030-84712268-90, presse(at)vca-deutschland.de

Verband der Cannabis versorgenden Apotheken e.V. (VCA) öffentlich vorgestellt

Qualitätssiegel des Verbandes

Köln/Berlin, 13.06.2019 – Der Einsatz von medizinischem Cannabis, der seit 2017 erlaubt ist, ist ein für alle Beteiligten neues Therapiefeld. Das gilt für die Patienten, für Ärzte, für versorgende Apotheken, die Krankenkassen und Hersteller gleichermaßen.

Die Herstellung und die Abgabe erfolgen nach strengen Kriterien. So bedarf es Aufklärung und Strukturen rund um den Anbau und die wissenschaftliche Erforschung sowie bei der Umsetzung hoher Qualitätsstandards. Um das schnell auf den Weg zu bringen, haben engagierte Apotheker*innen den Verband der Cannabis Versorgenden Apotheken e.V. (VCA) gegründet. Die Vereinsgründung erfolgte am 31.01. in Köln, seinen Arbeitssitz wird der Verband in Berlin nehmen.

Vieles ist neu und die Qualität dahinter muss erarbeitet werden

Die Möglichkeit, auch in Deutschland medizinisches Cannabis zu Therapiezwecken einzusetzen, hat ein hohes Interesse in der öffentlichen Debatte, der Pharmaindustrie und im Umfeld der Apotheken ausgelöst. Trotz aller Euphorie gibt es viele Punkte zu beachten.

Der Einsatz von medizinischem Cannabis ermöglicht sowohl für Patienten*innen als auch für Ärzte*innen eine neue, pflanzliche Therapie-Option in der Behandlung verschiedener Erkrankungen und deren Symptome. Hier stellen Apotheken das qualitätssichernde Bindeglied zwischen Betroffenen, Verordnern und Lieferanten dar.

„Wir sind der Auffassung, dass wir gleich von Anbeginn mit dem Anspruch an höchste Qualität mit Blick auf Erzeugung, Abgabe und Wissenschaft an dieses Thema herangehen müssen“, sagt der Apotheker und Vorsitzende des VCA, Markus Fischer. „Was wir im Augenblick erleben, ist eine grenzenlose Euphorie, die dazu führt, dass die Patient*innen, Ärzte*innen und Krankenkassen nicht immer sofort erkennen, wer oder was seriös ist und wo man besser aufpassen sollte. Hinzu kommt die Tatsache, dass aufwendige Prüfverfahren und eine sach- sowie fachgerechte Beratung der Patienten*innen seinen Wert haben“, ergänzt Fischer.

Engagiertes Vorstands-Team setzt sich ein

Die Vertreter*innen der Cannabis versorgenden Apotheken, die den VCA gegründet haben, sind seit Anbeginn im Bereich der therapeutischen Abgabe von medizinischem Cannabis tätig und engagiert. „Wir beabsichtigen, aktiv das Thema in der Apothekerschaft voranzubringen. Nicht zuletzt treten wir an, dafür zu sorgen, dass die politische und öffentliche Diskussion den Stellenwert bekommt, der den Patient*innen gerecht wird“, betont die stellvertretene Vorsitzende und Apothekerin Astrid Staffeldt. Zusammen mit Markus Fischer bildet sie den geschäftsführenden Vorstand des VCA.

„Als Fachverband wollen wir unsere Kolleg*innen, aber auch Hersteller und Lieferanten, Wissenschaftler und Forschungseinrichtungen einladen, Kompetenzen zu bündeln, sich auszutauschen und vor allem das Wissen zu mehren”, fasst der Vorsitzende Markus Fischer die Herausforderungen und Ziele des VCA zusammen.

Den konstruktiven Austausch mit anderen Verbänden sowie die aktive Mitwirkung in der politischen und öffentlichen Diskussion sieht der VCA ebenfalls als seine Aufgaben und zeigt hier bereits Gestaltungswillen.

Gründungsmitglieder sind: Johannes Ertelt, Markus Fischer, Florian Heimann, Tobias Loder, Astrid Staffeldt, Holger Staffeldt und Stefan Vogel.

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